Flüssigerdgas für Deutschland: Hooksiel ist bereit

In Hooksiel bei Wilhelmshaven sind die Arbeiten an Deutschlands erstem Anleger für die Abfertigung von Flüssigerdgas abgeschlossen worden. Ab Januar soll der Energieträger von hier aus ins Netz eingespeist werden.

Dafür braucht es noch einen Speicher und eine Rückvergasungsanlage. Beides soll kommenden Monat an Bord eines Schiffes eintreffen, das dann als schwimmende Umwandlungsstelle dienen wird. An diese werden wiederum die ankommenden Gasfrachter angeschlossen.

„Die Kapazität des Terminals liegt bei ungefähr fünf Milliarden Kubikmetern“, so Projektleiter Christian Janzen. „Um sich das vorzustellen: Damit kann man zirka zweieinhalb Millionen bis fünf Millionen Haushalte im Jahr mit Erdgas versorgen“, erläutert er. „Dieser Terminal ist ein wesentlicher Baustein für die Versorgungssicherheit Deutschlands. Wir können damit zirka acht Prozent des deutschen Erdgasverbrauches importieren“, so Janzen.

Die Bauarbeiten nahe Wilhelmshaven begannen Anfang Mai, weitere solcher Abfertigungsanlagen entstehen in Brunsbüttel, Lubmin und Stade. Deutschland will künftig auf russische Energieträger verzichten und bezieht bisher das meiste Flüssigerdgas aus den Niederlanden und Belgien.

Deutsche Gasspeicher gefüllt

Die deutschen Gasspeicher sind mittlerweile vollständig gefüllt, das Flüssigerdgas solle aber einen zusätzlichen Beitrag leisten, so Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.