Flüchtlinge im Athener Theater: Von Träumen, die sich nicht erfüllen

Internationale Zusammenarbeit auf den Bühnenbrettern: In Athen spielen derzeit 20 junge Menschen - größtenteils zum ersten Mal - Theater. 14 von ihnen sind Geflüchtete aus insgesamt fünf Ländern. Mehrere professionelle Schauspieler stehen den Nachwuchstalenten bei ihren ersten Schritten auf der Bühne zur Seite.

Sophia Vgenopoulou, welches das Nationale Theater Athen leitet, erklärt: "Diese Aktion ist sehr wichtig für uns Künstler. Wir nutzen dieses Geschenk, dass Theater für Jeden da ist. Das wollen wir auf der Bühne verkörpern. Wir vergessen unsere Alltagsprobleme. Diese Distanz, die wir zu dem Geschehen um uns herum bekommen, indem wir das Theater nutzen, macht unser Leben erst erträglich."

Ein neues Leben

Acht Monate lang haben die jungen Leuten geprobt. Nun wird das Stück "The Journey" auf die Bühnenbretter kommen. Es handelt von zwei Jugendlichen aus dem Nahen Osten, die sich in Athen ein neues Leben aufbauen wollen. Sie müssen allerdings feststellen, dass ihre Träume nicht mit der Realität übereinstimmen.

Einer der Mitwirkenden, Michalis Fokas, erklärt: "Am Anfang war es sehr schwierig, einander zu verstehen. Wir sprechen viele unterschiedliche Sprachen innerhalb der Gruppe. Glücklicherweise haben wir die Körpersprache - mit der kann man am besten kommunizieren."

Vor vielen Leuten stehen

Sein Kollege Ali Afkami hatte andere Startprobleme: "Viele von uns haben gar keine Erfahrung auf der Bühne und damit, vor so vielen Leuten zu stehen- das war besonders am Anfang schwierig. Aber man hat die Gruppe - und das hilft einem sehr."

Unterstützt wird das Projekt des Nationalen Theaters Athen von UNICEF. Das Stück wird ab dem 02. Mai zu sehen sein.