Waldbrand in Treuenbrietzen: Evakuierung ausgeweitet

Die vom Waldbrand in Treuenbrietzen nahe Berlin betroffene Fläche hat sich in der Nacht zum Sonntag ausgedehnt.

«Ein Hubschrauber hat die Fläche vermessen. Es sind jetzt etwa 100 bis 110 Hektar betroffen. Das Feuer hat sich in Richtung Osten/Südosten ausgedehnt», sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen. Die Stärke der Flammen habe jedoch abgenommen. Am Freitag war ein Waldbrand auf etwa 60 Hektar entstanden, am Samstag waren es zwischenzeitlich noch gut 40 Hektar.

Die Bundesstraße 102 markiert demnach eine Grenzlinie, die von der Feuerwehr verteidigt wird. Der Brand habe sich nicht über die gesperrte Straße hinweg ausbreiten können. Sorge bereite den Einsatzkräften die Wettervorhersage für Sonntagnachmittag. «Es könnten Böen und Wind auftreten», erklärte der Sprecher. Die Telekom wolle mit einem mobilen Sendemast die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften verbessern, hieß es.

Evakuierung mehrerer Ortsteile angeordnet

Mittlerweile ist die Evakuierung mehrerer Ortsteile angeordnet worden. Die Polizei teilte beim Kurznachrichtendienst Twitter am Sonntagnachmittag mit, dass die Menschen den Anweisungen der Ordnungskräfte vor Ort folgen sollten. Betroffen sind die Ortsteile Frohnsdorf und Tiefenbrunnen. Kurze Zeit später teilte die Stadt per Twitter und auf ihrer Internetseite mit, auch die Einwohner von Klausdorf seien aufgefordert, umgehend ihre Häuser zu verlassen. Die Stadthalle in Treuenbrietzen dient den betroffenen Menschen als Notunterkunft.

Zunehmende Winde verschlechterten am Sonntag die Lage beim Waldbrand, der am Freitag ausgebrochen war. Die Rauchsäulen sind weithin sichtbar. Auch ein Hubschrauber der Bundeswehr flog dort Lösch-Einsätze. Die Stadtverwaltung richtete ein Notfall- und Info-Telefon ein (+49 33748 747 50). Am Samstag war der Katastrophenfall ausgerufen worden.

Rekordhitze in weiten Teilen Europas

Die Kleinstadt Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark liegt südwestlich von Berlin. 2018 waren bei einem Waldbrand in Treuenbrietzen rund 400 Hektar Wald zerstört worden. Mehrere Tage lang wüteten die Flammen. Damals mussten mehr als 500 Menschen die Dörfer Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen verlassen.

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