Fisker Ocean: Neue Bilder und ein Video von dem Elektro-SUV

de.info@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Fisker Ocean

Alles, was wir über den Model-Y-Konkurrenten wissen (Update)

Der Fisker Ocean sollte eigentlich auf dem Genfer Autosalon 2020 stehen, doch der wurde ja nun abgesagt. Nun zeigt Fisker zumindest neue Bildern und ein Video (siehe oben). In diesem Artikel stellen wir zusammen, was bisher über das Elektro-SUV bekannt ist.

Mit 4,64 Meter ist das Auto etwa so lang wie das Tesla Model Y, das etwa 4,69 Meter lang sein wird – so lang ist jedenfalls das Model 3, auf dem das Model Y basiert. Der Mittelklasse-SUV aus den USA wird wohl auch der Hauptkonkurrent des Fisker Ocean sein.

Mehr zum Hauptkonkurrenten und zu Fiskers Batterieplänen:

Schon im März 2019 versprach Henrik Fisker in einem Tweet ein neues Elektroauto. Er postete ein Detailbild und sprach von einem Preis von etwa 40.000 Dollar (rund 35.000 Euro). Der Name des Neulings wurde aber erst Ende Oktober genannt.

 

Die Basisversion wird Zweiradantrieb haben, alle anderen Varianten besitzen Allradantrieb. Die Allradvarianten sollen über 300 PS (225 kW) bieten. Eine Performance-Variante soll den Tempo-100-Sprint in etwa drei Sekunden absolvieren.

Mit der 80-kWh-Batterie sollen etwa 250 bis 300 Meilen (400 bis 480 Kilometer) möglich sein. Danach wird der Wagen über einen CCS-Port aufgeladen. Bis zu 150 KW Ladeleistung sind möglich. Offenbar enthält das Dach auch Solarzellen, die mit ihrer Stromproduktion die Reichweite erhöhen.

Fisker electric SUV

Innen hat der Ocean einen senkrecht angeordneten Touchscreen (16 Zoll) in der Mitte, der nach einer Biegung in eine Art Klaviatur mit erleuchteten Tasten mündet. Außerdem gibt es ein horizontal angeordnetes 9,8-Zoll-Display vor dem Fahrer und ein Armaturenbrett mit Rautenmuster.

Fisker Ocean

Fisker verspricht auch ein Head-up-Display und umweltfreundliche, teils vegane, teils rezyklierte Materialien. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 566 bis 1.274 Liter. 

Eine Besonderheit ist der so genannte California Mode: Frischluftfreunde können mit einem einzigen Tastendruck das große Glasschiebedach, die Seitenfenster und die Heckscheibe öffnen. Durch die absenkbare Heckscheibe lassen sich auch lange Gegenstände wie ein Surfbrett verstauen: 

Fisker Ocean

In den USA kostet der Fisker Ocean 37.499 Dollar. Das liegt deutlich unter den ursprünglich genannten 40.000 Dollar. Auch im Vergleich mit dem entsprechenden Tesla Model Y erscheint der Preis sehr niedrig: Das Model Y Long Range AWD mit 300 Meilen Reichweite kostet in den USA 52.000 Dollar, also 12.000 Dollar mehr, als Fisker für sein Auto angibt.

Alternativ zum Kauf gibt es die Möglichkeit, nur für die Benutzung zu zahlen. Laut Fiskers Reservierungs-Website fallen dann 279 Dollar pro Monat an ("Flexee Payment"). Darin sind 30.000 Meilen (rund 48.000 Kilometer) pro Jahr eingeschlossen. Ob auch Wartung und Reparaturen zu dem Paket gehören, geht aus den Angaben nicht hervor. Man muss sich aber nicht für einen längeren Zeitraum binden.

Reservieren kann man den Wagen bereits seit 27. November 2019, die Gebühr liegt bei 250 Dollar. Die Produktion soll im vierten Quartal 2021 beginnen, die Auslieferungen sollen sogar erst 2022 richtig anlaufen.

Ob wirklich etwas aus dem neuen Fisker-Projekt wird, müssen wir abwarten. Bisher hat Fisker noch nicht viel umgesetzt. Die Anfang 2018 auf der CES vorgestellte Elektro-Coupé EMotion ist noch nicht auf dem Markt. Dieses Auto soll selbst entwickelte Festkörperbatterien als Energiespeicher nutzen. Doch diese sind offenbar noch nicht serienreif. Schon lange nichts mehr zu hören war auch von einem anderen Fisker-Projekt, dem Ende 2017 vorgestellten Orbit, einem elektrisch angetriebenen Shuttle-Fahrzeug für die Großstadt.