Fish & Chips werden modern: Corona-Krise macht Änderungen notwendig

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LEEDS (dpa-AFX) - Die Corona-Krise zwingt die oft traditionell geprägten Fish-and-Chips-Läden in Großbritannien zur Modernisierung. "Die Pandemie hat diesen Prozess beschleunigt: Immer mehr Unternehmen erkennen, dass Änderungen erforderlich sind, um nach Covid eine Rolle zu spielen", sagte der Chef des Verbands der britischen Fischfrittierer, Andrew Crook, der Deutschen Presse-Agentur. Shops, die vor der Krise erfolgreich waren, hätten oft noch keine moderne Bestellungstechnologie genutzt. Normalerweise lebt die Branche von Laufkundschaft - doch wegen der Pandemie waren deutlich weniger Menschen unterwegs.

"Die Fish-and-Chips-Läden durchleben seit rund zehn Jahren eine stille Revolution", sagte Crook. "Unternehmen, die in Räumlichkeiten, Geräte und Mitarbeiterschulungen investieren, haben ihren Umsatz gesteigert." Läden, die kein Geld in die Hand genommen haben, hätten nun Schwierigkeiten.

Schon seit rund 100 Jahren nimmt die Zahl der Geschäfte ab. Gab es einst 35 000 Geschäfte, sind es nun etwa 10 500. Die Mahlzeit aus frittiertem Fisch und Kartoffelstäbchen wurde angeblich 1860 - vor 160 Jahren - von einem Immigranten in London erfunden und gilt längst als heimliches Nationalgericht.