Firmen bauen Modelle für Trumps Grenzmauer

US-Präsident Donald Trump, hier auf der Andrews Air Force Base im US-Bundesstaat Maryland, plant eine Grenzmauer zum Nachbarn Mexiko. Foto: Alex Brandon

Mit der Vorauswahl im Ausschreibungsverfahren kommt der US-Präsident der Verwirklichung seines Lieblingsprojekts einen Schritt näher. Vier Firmen sollen nun ihre Prototypen bauen. Die pakistanische Aktivistin Malala hält gar nichts von Abgrenzung und Diskriminierung.

Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat bei einem Besuch in Mexiko die Mauerpläne von US-Präsident Donald Trump verurteilt.

«Wir sind alle Menschen. Warum müssen wir getrennt sein? Jede Trennung sollte geächtet werden, denn sie ist sehr schmerzhaft», sagte die 20-jährige Pakistanerin am Donnerstag vor Studenten und Professoren.

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«Spaltung und Diskriminierung sind nicht in Ordnung. Wir sollten unseren Traditionen, Kulturen, Religionen und Nationalitäten verbunden bleiben, aber der Hass ist inakzeptabel», sagte sie. Yousafzai traf sich in Mexiko auch mit Präsident Enrique Peña Nieto und sprach mit ihm über die Lage vertriebener Kinder in Lateinamerika.

Für ihren Kampf um ein Recht auf Bildung für Mädchen in dem von den Taliban beherrschten Swat-Tal in Pakistan war Yousafzai 2014 der Friedensnobelpreis zuerkannt worden. Sie ist Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen.

Trump will an der über 3000 Kilometer langen Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Mauer errichten, um illegale Migration und Drogenschmuggel zu stoppen. Seinen Anhängern versprach er, Mexiko für das Bauwerk zahlen zu lassen. Die mexikanische Regierung lehnt das strikt ab.

Am Donnerstag gab die US-Regierung jene vier Firmen bekannt, die sich im ersten Teil der Ausschreibung für den Mauerbau durchgesetzt haben. Sie sollen nun Prototypen bauen. Die zwischen sechs und zehn Meter hohen und zehn Meter langen Modelle sollen aus Beton gefertigt werden. Später sollen weitere Modelle hinzu kommen, die aus anderen Materialen gefertigt sind.

Damit ist der Auswahlprozess für das Prestigeprojekt von US-Präsident Trump einen weiteren Schritt vorangekommen. Allein die Finanzierung fehlt. Bis auf 20 Millionen Dollar im laufenden Jahr hat der Kongress noch keine Mittel für das umstrittene Milliardenprojekt bereitgestellt.

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