Ein finnisches Startup will die größte Schwäche der deutschen Wirtschaft ausnutzen

John Stanley Hunter
Fintech Holvi


Das finnische Finanz-Startup Holvi will mit einer simplen Strategie für eine Veränderung in der Wirtschaft sorgen: Für Geschäftskunden verbindet das Fintech Banking mit Buchhaltung. Dadurch fällt besonders für Gründer ein großer Teil der Bürokratie weg. In Deutschland sollen jetzt mit einem speziellen Angebot Unternehmensgründungen gefördert werden: Wen die deutsche Bürokratie und mangelnde Digitalisierung bislang davon abgehalten hat, zum Unternehmer zu werden, der kann jetzt einfach ein Startup in Estland gründen — so zumindest die Idee hinter Holvi. 

Dafür kooperiert das Fintech mit dem estnischen e-Residency-Programm. Die potenziellen Gründer müssen noch nicht einmal nach Estland reisen. „Etwa 3.000 der 30.000 Unternehmen in Estland sind über das e-residency-Programm gegründet worden“, sagte Holvi-Chef Antti-Jussi Suominen im Gespräch mit Business Insider. Jetzt setze das Unternehmen verstärkt auf den deutschen Markt.

Innovative und fortschrittliche Gründer helfen dem Bruttoinlandsprodukt

Seine Kunden würden ihm immer wieder sagen, wie viel einfacher eine Unternehmensgründung in Estland im Vergleich zu Deutschland sei, sagt Suominen. Das schaffe eine Konkurrenz zwischen den verschieden Nationen. „Länder mit wirtschaftlichen Problemen können diese am einfachsten dadurch lösen, dass sie sich durch solche Maßnahmen innovative und fortschrittliche Menschen in ihr Land holen — und sei es nur digital.“

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