Finger weg! Vor diesen Spielzeugen warnt die EU

Europäische Verbraucherschutzbehörden warnen wegen hohen Gesundheitsrisiken vor dem Kauf diverser Spielzeugartikel. (Bild: ec.europa.eu)

2.200 Produkte haben europäische Verbraucherschutzbehörden 2017 als gefährlich gemeldet und aus dem Verkehr gezogen. Fast jedes Dritte davon war ein Spielzeug. Grund genug, sich einmal genauer anzuschauen, wieso man seinen Kindern mit manchen Dingen mehr Schaden als Freude bereiten kann.

Ganz vorne auf der Liste der gefährlichen Produkte steht eines, das unter Kindern ab dem Kindergarten einen wahren Hype erfahren hat: Fidget Spinner. Während Erwachsene oft rätseln wofür die Propeller überhaupt gut sind, versuchen sich die Kinder in coolen Tricks mit den Dingern, die ursprünglich als spielerische Therapie bei ADHS entwickelt wurden.

Die angesagten Spielzeuge enthalten oft giftige Chemikalien. (Bild: ec.europa.eu)

Die EU-Kommissarin Vera Jourova warnte ausdrücklich vor ihnen und sagte, sie selbst habe dem Wunsch ihres Enkels nach einem Fidget Spinner schweren Herzens nicht nachgegeben. Denn: Die Spielzeuge enthalten oft giftige Chemikalien.

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Eine weitere Gefahr besteht in den Batteriefächern, die sich zu leicht öffnen lassen. Kinder könnten sich die Batterien in den Mund stecken und an ihnen ersticken.

Bei dieser Puppe wurden gefährliche Weichmacher nachgewiesen. (Bild: ec.europa.eu)

Dass vor allem kleine Mädchen auf diese Puppe abfahren, kann man sich leicht vorstellen. Und allzu leicht könnten das Prinzessinnen-Kleid und die schönen Haare zum Bürsten darüber hinwegtäuschen, dass auch dieses Produkt gefährlich ist. Laut EU-Behörde stellt es durch enthaltene Phthalate, also Weichmacher, ein Risiko dar, weil diese die Geschlechtsentwicklung von Kindern beeinträchtigen können. Zudem lassen sich einzelne Teile wie der Kopf zu leicht lösen. Auch hier könnten Kinder an den Kleinteilen ersticken.

Die Maske enthält mit Cadmium ein giftiges Schwermetall. (Bild: ec.europa.eu)

Ein weiteres Beispiel für ein Produkt, das die EU aus dem Verkehr gezogen hat, ist diese Kürbis-Maske. Zu Halloween könnte sie ein Renner sein – allerdings einer, den man keinem Kind empfehlen kann.

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Die Maske enthält mit Cadmium nämlich ein giftiges Schwermetall, das sich im Körper ansammelt. Je mehr davon dem Organismus zugeführt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Organschädigung oder das Risiko, an Krebs zu erkranken.

Diese Puppe enthält den gefährlichen Weichmacher Bisphenol A. (Bild: ec.europa.eu)

Auch mit dieser kleinen Puppe mit rosa Zipfelmütze sollte kein Kind spielen. Ihr Körper enthält Bisphenol A, eine Industriechemikalie und ebenfalls ein Weichmacher, der vor allem bei Spielzeug aus China zum Einsatz kommt. Weil die Weichmacher mit den Stoffen, denen sie beigemengt werden, keine Verbindung eingehen, lösen sie sich etwa bei Hautkontakt leicht und gehen in den Organismus über. Nachgewiesen ist bereits, dass sie im Körper einer Schwangeren direkt auf den Embryo wirken.