Finde Deinen Arbeitsstil

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Münchhausen lässt grüßen

Unser Alltag ist voller Notlügen. Kleine Unwahrheiten, um jemanden zu schonen. Gerade im Business sind solche Gepflogenheiten essentiell. Würden wir uns gegenseitig immer die Wahrheit sagen, gäbe es Mord und Totschlag.


Ein Angebot muss aufgesetzt oder angepasst werden. Die Ablaufskizze sollte bitte präzisiert werden, damit die Teilnehmer einen roten Faden haben, der sie durchs Programm führt: Ach, das werden zwei Teilnehmer mehr, da müssen wir noch einmal umstellen, aber nach drei Absagen ist es ja einer weniger, dann können wir die Arbeitsgruppen ja auch nochmal… Oh. Würden Sie den Vertrag bitte an unser Stammhaus in der Schweiz adressieren? Wir brauchen bitte drei aufeinanderfolgende Tage Anfang des nächsten Monats oder nein – eigentlich erst im Dezember, das kollidiert sonst mit den Vorbereitungen aufs Jahresmeeting… Und so weiter, und so fort. Das ganz normale Programm.

Allerdings gibt es da ein merkwürdiges Phänomen. Und zwar kommt es immer wieder vor, dass das Thema „Dresscode & Style“ erst dann mit hoher Priorität auf den Tisch kommt, wenn es beispielsweise Freitagnachmittag, 16 Uhr ist – und das Wochenende vor der Tür steht.

Dann also klingelt mein Telefon oder eine Nachricht poppt auf (mit eiserner Disziplin bin ich wirklich ausnahmslos und immer für meine Kunden erreichbar!) und es sagt mir die Frau X aus dem Büro von Y: Da steht ja in der kommenden Woche die Aufnahme der Corporate Videos an, da sollten wirklich alle outfitmäßig in die Spur gebracht werden. Ob ich da noch Umfang und Kosten soweit aufstellen könnte, dass man das noch vor dem Wochenende durch den Einkauf kriege.


Nun. Ich bin vielleicht gerade in Berlin zwischen zwei Kundenterminen, aber klar, dafür hab ich im Frankfurter Büro ein Team, diese Aufstellung kriegen wir hin. Schnellstens. Gesagt, getan. Nur melden mir die Mitarbeiterinnen um 17:28 Uhr desselben Tages: Der Kollege vom Einkauf war scheinbar schon seit mittags nicht mehr im Büro, das muss jetzt alles bis Dienstag liegenbleiben, verlängertes Wochenende seitens des Kollegen aus dem Einkauf. Das geht gar nicht!

Nun hat jeder so seine eigene Vorgehensweise beim Abarbeiten der Papierberge auf dem Schreibtisch beziehungsweise beim Schließen der offenen Fenster auf der Bildschirmoberfläche. Ich will Ihnen da auch gar nicht reinreden. Ich werde selbstverständlich weiterhin zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Verfügung stehen und termingerecht Konzepte aufsetzen, Fotos analysieren, Stylebooks erstellen. Das ist mein Tagesgeschäft und wenn etwas schnell passieren muss, mache ich es eben schnell.

Aber IHREM Stil kann ich ein echtes Upgrade verpassen – mit einem einzigen kleinen Tipp. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht erst, wenn der ganz große Auftritt vor der Tür steht. Inszenieren Sie sich selbst – auf der Couch, beim Abendessen mit der Familie, und eben nicht erst auf der Bühne. Schöne Woche!

Sabina Wachtel berät Manager. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive mit den Labels ManagerOutfit.de und MEMBER OF THE 55. Außerdem ist sie Autorin.




Ein Angebot muss aufgesetzt oder angepasst werden. Die Ablaufskizze sollte bitte präzisiert werden, damit die Teilnehmer einen roten Faden haben, der sie durchs Programm führt: Ach, das werden zwei Teilnehmer mehr, da müssen wir noch einmal umstellen, aber nach drei Absagen ist es ja einer weniger, dann können wir die Arbeitsgruppen ja auch nochmal… Oh. Würden Sie den Vertrag bitte an unser Stammhaus in der Schweiz adressieren? Wir brauchen bitte drei aufeinanderfolgende Tage Anfang des nächsten Monats oder nein – eigentlich erst im Dezember, das kollidiert sonst mit den Vorbereitungen aufs Jahresmeeting… Und so weiter, und so fort. Das ganz normale Programm.

Allerdings gibt es da ein merkwürdiges Phänomen. Und zwar kommt es immer wieder vor, dass das Thema „Dresscode & Style“ erst dann mit hoher Priorität auf den Tisch kommt, wenn es beispielsweise Freitagnachmittag, 16 Uhr ist – und das Wochenende vor der Tür steht.

Dann also klingelt mein Telefon oder eine Nachricht poppt auf (mit eiserner Disziplin bin ich wirklich ausnahmslos und immer für meine Kunden erreichbar!) und es sagt mir die Frau X aus dem Büro von Y: Da steht ja in der kommenden Woche die Aufnahme der Corporate Videos an, da sollten wirklich alle outfitmäßig in die Spur gebracht werden. Ob ich da noch Umfang und Kosten soweit aufstellen könnte, dass man das noch vor dem Wochenende durch den Einkauf kriege.


Nun. Ich bin vielleicht gerade in Berlin zwischen zwei Kundenterminen, aber klar, dafür hab ich im Frankfurter Büro ein Team, diese Aufstellung kriegen wir hin. Schnellstens. Gesagt, getan. Nur melden mir die Mitarbeiterinnen um 17:28 Uhr desselben Tages: Der Kollege vom Einkauf war scheinbar schon seit mittags nicht mehr im Büro, das muss jetzt alles bis Dienstag liegenbleiben, verlängertes Wochenende seitens des Kollegen aus dem Einkauf. Das geht gar nicht!

Nun hat jeder so seine eigene Vorgehensweise beim Abarbeiten der Papierberge auf dem Schreibtisch beziehungsweise beim Schließen der offenen Fenster auf der Bildschirmoberfläche. Ich will Ihnen da auch gar nicht reinreden. Ich werde selbstverständlich weiterhin zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Verfügung stehen und termingerecht Konzepte aufsetzen, Fotos analysieren, Stylebooks erstellen. Das ist mein Tagesgeschäft und wenn etwas schnell passieren muss, mache ich es eben schnell.

Aber IHREM Stil kann ich ein echtes Upgrade verpassen – mit einem einzigen kleinen Tipp. Beschäftigen Sie sich mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht erst, wenn der ganz große Auftritt vor der Tür steht. Inszenieren Sie sich selbst – auf der Couch, beim Abendessen mit der Familie, und eben nicht erst auf der Bühne. Schöne Woche!

Sabina Wachtel berät Manager. Sie ist Inhaberin von ExpertExecutive mit den Labels ManagerOutfit.de und MEMBER OF THE 55. Außerdem ist sie Autorin.