Finanzinvestoren reißen sich um den Haustierbedarf-Anbieter Zooplus

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Zooplus-CEO Cornelius Patt
Zooplus-CEO Cornelius Patt

Im Kampf um Zooplus hat der Finanzinvestor Hellman & Friedman seine Offerte erhöht. Geboten würden jetzt 460 Euro statt wie bislang 390 Euro, wie der Investor am späten Sonntagabend mitteilte. Damit werden die Aktien des Onlinehändlers für Tierbedarf insgesamt mit knapp 3,3 Milliarden Euro bewertet.

Hellman & Friedman hatte bereits Mitte August ein Gebot vorgelegt, das vom Unternehmen unterstützt wurde. Seitdem sind mit EQT und KKR zwei weitere Interessenten aufgetaucht. Zooplus bestätigte Gespräche mit den beiden Finanzinvestoren, die allerdings beide noch kein Gebot vorgelegt haben. Der Aktienkurs von Zooplus stieg wegen der Verhandlungen von Zooplus mit den beiden Investoren bereits deutlich über das bisherige H&F-Gebot. Am Freitag kostete die bald im MDax notierte Aktie 434 Euro.

Außer dem höheren Gebot ändert sich an den Plänen für die Übernahme nichts. Hellman & Friedman will demnach mindestens 50 Prozent plus eine Aktie mit seinem Gebot übernehmen. Für rund 17 Prozent der Anteile haben Investoren laut der Mitteilung bereits ihre Zusage erteilt, darunter Vorstandsmitglieder und der langjährige Großaktionär Maxburg Beteiligungen. Zu gegebener Zeit will Hellman & Friedman das Unternehmen dann auch von der Börse nehmen.

Die Branche für Haustierbedarf kann sich dank der Corona-Krise über eine boomende Nachfrage freuen. Denn viele Menschen hatten sich während der Pandemie Haustiere zugelegt. Dies treibt auch das Geschäft von Zooplus seit einigen Quartalen an. Im abgelaufenen zweiten Jahresviertel steigerte das Unternehmen die Zahl der aktiven und wiederkehrenden Kunden und legte auch mit seinem Abo-Modell deutlich zu.

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