Finanzindustrie drängt auf Verlängerung für Clearing in London

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(Bloomberg) -- Die wichtigsten Vereinigungen europäischer Banken, Investmentmanager und Hedgefonds haben die Europäische Kommission aufgefordert, den Zugang zu Londoner Clearinghäusern zu verlängern. Anderenfalls könnten erhebliche Marktstörungen auftreten, warnen die Verbände.

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Eine vorübergehende Ausnahmeregelung nach dem Brexit, die Banken und Vermögensverwaltern in der Europäischen Union das Clearing von Geschäften in Großbritannien ermöglichte, läuft im Juni aus. Nach Ansicht der EU sollten mehr Finanzgeschäfte in die Union verlegt werden. Eine Entscheidung über die Zukunft des Clearings steht noch aus.

“Wir bitten die Kommission mit allem Respekt, so schnell wie möglich und weit vor März 2022 Klarheit zu schaffen, um negative finanzielle, kommerzielle und operationelle Effekte und eine Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen zu vermeiden”, heißt es in einem Schreiben an die EU-Kommissarin Mairead McGuinness vom 16. September, das von Handelsgruppen wie der International Swaps and Derivatives Association, der Association for Financial Markets in Europe und der European Banking Federation unterzeichnet wurde.

Sollte die derzeitige Entscheidung außer Kraft treten, “besteht ein erhebliches Risiko einer Marktstörung für die Clearing-Mitglieder in der EU und ihre Kunden”, sagten die Verbände.

Ein Sprecher der Kommission wollte sich zu dem Schreiben nicht äußern.

Der Kampf um das Clearing zeichnet sich bereits seit dem Brexit ab, weil bald klar wurde, dass die EU und das Vereinigte Königreich keine generelle Einigung über Finanzdienstleistungen erzielen würden. Der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, kritisierte diese Woche die EU scharf und warnte vor einer “echten Bedrohung” für die Finanzstabilität.

Überschrift des Artikels im Original:European Banks, Funds Urge EU to Extend U.K. Clearing Decision

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