„Die Finanzierungsfrage ist uninteressant“ — Ökonom räumt mit Vorurteilen über bedingungsloses Grundeinkommen auf

Christoph Damm
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Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) spaltet die Gesellschaft. Bekannte Wirtschaftsgrößen wie dm-Gründer Götz Werner, Top-Manager wie Siemens-Chef Joe Kaeser oder auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sprechen sich für ein Grundeinkommen aus. Doch es gibt auch viel Kritik an dem Gedankenspiel, in dem jeder Bürger monatlich einen genau festgelegten Geldbetrag erhält — ohne etwas dafür tun zu müssen. Alle anderen Sozialleistungen würden im Gegenzug gestrichen.

Wir haben mit Philip Kovce über das Konzept eines Grundeinkommens gesprochen. Der 30-jährige ist Ökonom und Philosoph und hat in der Schweiz eine Initiative gegründet, die dafür gesorgt hat, dass im Juni über das bedingungslose Grundeinkommen in einer Volksabstimmung entschieden wurde. Fast 77 Prozent der Wähler haben es allerdings abgelehnt.

Im Gespräch mit Business Insider verrät Kovce, warum er dennoch ein positives Fazit aus der Abstimmung zieht, weshalb er nicht davon ausgeht, dass die Mehrheit mit der Arbeit aufhört, wenn sie ein Grundeinkommen erhält und warum die SPD im Wahlkampf eine große Chance vertan hat.

Business Insider: Herr Kovce, warum sind Sie so überzeugt von der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens?

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