Finanz-Experte über HSH-Debakel: „Es wurden kriminelle Fehler gemacht“

Interview mit Norbert Hackbusch (62, Die Linke) über das HSH-Debakel.

Die Rettung der HSH Nordbank gilt als Milliarden-Grab. Norbert Hackbusch (Linke) hat das Finanz-Debakel seit zehn Jahren intensiv verfolgt, ist auch über seine Partei hinaus als Experte anerkannt. Die MOPO sprach mit ihm über die Krisen-Bank und die verheerenden Folgen der HSH-Pleite.

MOPO: Herr Hackbusch, wie durchschaut man das HSH-Debakel?

Norbert Hackbusch: Durchs Volkswirtschaftsstudium habe ich von Grund auf eine Affinität zu dem Thema. Grüne und Linke, für die ich in der Bürgerschaft saß und sitze, setzen sich nicht so gerne mit solchen Themen auseinander, deswegen ist die HSH stets schnell bei mir gelandet. Es kann nicht sein, dass dieses Thema nicht kritisch beobachtet wird, nur weil es vielen zu anspruchsvoll ist. Aber zugegeben, auch mir machen andere Themen mehr Spaß.

Sie müssen sich trotzdem weiter mit der HSH befassen. Am Donnerstag wurden die neuen Bilanzen veröffentlicht. Wie bewerten Sie die?

Wir bekommen seit Jahren positive Geschäftsergebnisse präsentiert. Dadurch wird der Eindruck erweckt, dass sich die Situation immer weiter verbessert. Das ist aber definitiv nicht so.

Können Sie das bitte erklären?

Die Bilanzen beziehen sich auf das Neu-Geschäft der Kernbank. Das verläuft zwar positiv, ist aber nur ein kleines Segment. Das Altgeschäft, also die alten Verträge, machen mehr als 90 Prozent der Geschäftszahlen aus. Und...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo