Financial Fairplay: PSG muss sich am 20. April der UEFA erklären

Financial Fairplay: PSG muss sich am 20. April der UEFA erklären

Der sechsmalige französische Fußball-Meister Paris St. Germain muss am 20. April dem europäischen Verband UEFA und dessen Finanzbehörde ICFC Einblick in sein Geschäftsgebaren geben. Die PSG-Verantwortlichen müssen einer Expertenkommission am UEFA-Sitz in Nyon darlegen, dass sich der Klub in jüngster Vergangenheit an die Regeln des Financial Fairplay gehalten hat.
Dabei müssen die PSG-Eigentümer wohl bis Ende Juni einen Überschuss zwischen 50 und 75 Millionen Euro nachweisen, um einer Strafe zu entgehen. Die UEFA hatte im September ein Verfahren gegen PSG eingeleitet, nachdem Präsident Nasser Al-Khelaifi insgesamt 400 Millionen Euro als Ablösesumme für den brasilianischen Superstar Neymar und das französische Toptalent Kylian Mbappe gezahlt hatte.
Wegen Verstoßes gegen das Financial Fairplay waren die Franzosen schon sanktioniert worden und durften in dieser Saison nur 23 statt 25 Spieler für die Champions League anmelden, in der sie gegen Titelverteidiger Real Madrid im Achtelfinale ausgeschieden sind.
Financial Fairplay schreibt vor, dass ein Verein nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Das gilt auch, wenn der Klub vom einem reichen Privatmann oder Aktionär unterstützt wird, wie das bei Paris der Fall ist. Vereine, die an UEFA-Wettbewerben teilnehmen, dürfen innerhalb von drei Jahren nicht mehr als 30 Millionen Euro Defizit aufweisen.