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27.07.2018 / 09:30
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STS Group AG: "Beweis für unsere starke Marktstellung"

Zwei wichtige Aufträge hat die STS Group AG (ISIN DE000A1TNU68) jüngst an Land gezogen. Neben einem Großauftrag von einem führenden Nutzfahrzeughersteller im Volumen von 150 Mio. Euro hat der seit dem 1. Juni 2018 im Prime Standard notierte Systemlieferant mit dem erfolgreichen Eintritt in den nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt einen wichtigen Meilenstein auf seinem strategischen Wachstumskurs erreicht. "Damit haben wir auch eines der zum Börsengang angekündigten Unternehmensziele der STS Group schneller als erwartet erreicht", erläutert STS-Group-CEO Andreas Becker im Interview mit financial.de.

Die in Hallbergmoos bei München ansässige STS Group hat sich als führender Anbieter für Außen- und Innenverkleidungssysteme für leichte und schwere Nutzfahrzeuge etabliert. "Dabei agieren wir als Systemlieferant, d. h. unser Kunde bekommt komplette Komponenten fertig geliefert. Erfolgsfaktoren sind dabei eine State of the Art-Technologie, innovative Leichtgewicht- und Akustik-Lösungen sowie eine globale Präsenz mit entsprechender Kundennähe", so Becker. Als "große Chance" für die STS Group sieht der Konzernlenker dabei auch das Thema Elektromobilität "in Form einer steigenden Nachfrage nach unseren leichtgewichtigen Bauteile/Komponenten".

Ziel: "Eine deutliche Erhöhung der Profitabilität"

Die Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 2.500 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen pro forma Umsatz von über 425 Mio. Euro. Mit dem strategischen Ausbau der Marktposition im globalen Automotive-Markt, u. a. in China und Nordamerika, soll mittelfristig der Sprung über die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro gelingen - mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Konzerngewinne, wie Becker gegenüber financial.de bekräftigt: "Auf der Ergebnisseite versprechen wir uns eine deutliche Erhöhung der Profitabilität u. a. durch die Hebung weiterer Synergien in der neu gestalteten Gruppe, erwartete Skaleneffekte sowie die Weiterentwicklung unseres Produktportfolios."

Bei der am 12. Juli gemeldeten 150-Mio.-Euro-Order handelt es sich "um einen bedeutenden Folgeauftrag eines bestehenden Kunden mit vergrößertem Volumen, der unsere Strategie bestätigt und zeigt, dass wir uns als internationaler Systemlieferant für komplexe Systeme etabliert haben." "Dass wir dabei zudem als exklusiver Lieferant auftreten, ist Beweis für unser attraktives Produktportfolio und unsere starke Marktstellung", ist der STS-Group-CEO überzeugt.

"Überdurchschnittliches Potenzial" in Nordamerika

Eine große strategische Bedeutung misst Becker dem durch den jüngsten Auftrag erfolgten Eintritt in den nordamerikanischen Nutzfahrzeugbereich bei: "Damit haben wir erstmals einen der in Nordamerika beheimateten großen Nutzfahrzeughersteller als Kunden für uns gewinnen können. Dies ist ein bedeutender Schritt vorwärts beim Erreichen der Wachstumsziele der STS Group." "Unabhängig von den Unwägbarkeiten der US-Wirtschaftspolitik" sieht er in Nordamerika "überdurchschnittliches Potenzial für uns": "Wir sind mit diversen weiteren potenziellen Kunden in Verhandlung über neue Projekte."

Aktuell produziert die STS Group in insgesamt 16 Werken in Frankreich, Italien, Deutschland, Polen, Mexiko, Brasilien und China für führende internationale Nutzfahrzeug- und Automobilhersteller. "China ist der größte Markt für Nutzfahrzeuge weltweit. Wir gewinnen zunehmend Marktanteile und sind für die Entwicklung durchaus optimistisch. Wir arbeiten bereits an einem dritten Werk in China und planen den Produktionsanlauf für das erste Quartal 2019", so Andreas Becker im Interview mit financial.de. Dass die STS-Aktie derzeit unter dem Ausgabepreis von 24 Euro und deutlich unter dem Analystenkursziel von 33 Euro notiert, sieht der Konzernlenker als Chance für Anleger: "Wir sind operativ auf Kurs und zuversichtlich, dass auch die Börse dies zukünftig honorieren wird."

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