Finale des Eurovision Song Contest vor 3500 Zuschauern in Rotterdam

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Vor rund 3500 Zuschauern live in der Halle hat am Samstagabend in den Niederlanden das große Finale des Eurovision Song Contest stattgefunden. Trotz der Corona-Pandemie feierten und jubelten die Fans in der Ahoy-Arena in Rotterdam, wo in der Schlussrunde des diesjährigen ESC 26 Sängerinnen, Sänger und Musikgruppen um den ersten Platz buhlten. Zu den Favoriten zählten Italien, Frankreich und Malta. Den deutschen Sänger Jendrik mit seiner Popnummer "I Don't Feel Hate" sahen die Wettbüros abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze.

Der ESC wurde nach einer Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr zum 65. Mal ausgetragen. Wegen der Corona-Pandemie war der in Rotterdam geplante Wettbewerb im Frühjahr 2020 zum ersten Mal in seiner Geschichte ausgefallen. Nun durfte der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb unter strengen Corona-Hygieneauflagen stattfinden. Alle Teilnehmer und die Zuschauer mussten sich vorher einem Coronatest unterziehen. Tausende Fans mussten aber zu Hause bleiben, weil die Zahl der Zuschauer strikt begrenzt wurde. Vor den Fernsehern verfolgen stets mehrere Millionen Menschen das Spektakel.

Bei dem Wettbewerb dürfte es diesmal richtig spannend werden: Zu den stärksten Wettbewerbern um den Sieg werden die Französin Barbara Pravi mit ihrem "Voilà" und die für Malta antretende Sängerin Destiny mit "Je Me Casse" gezählt. Als Favorit gehandelt wird auch die italienische Band Maneskin. Die Italiener bringen mit ihrem "Zitti E Buoni" einen rockigen Protestsong in den oft von seichtem Pop getragenen Wettbewerb. Der Sieger sollte erst nach Mitternacht feststehen.

Für den Hamburger Jendrik stehen die Chancen dagegen schlecht: Der Sänger trat im pinkfarbenen Blazer und in knallblauen Hosen mit seiner Ukulele auf, mit einem tanzenden Peace-Zeichen neben sich, und legte einen schrillen, demonstrativ gut gelaunten Auftritt hin. Auch wenn er in Rotterdam viel Applaus erhielt, sahen ihn die Wettbüros im Vorfeld ganz weit hinten im Vergleich zu seinen Mitwettbewerbern. Bei der letzten Austragung des Wettbewerbs im Vor-Corona-Jahr 2019 war das deutsche Duo S!sters in Tel Aviv auf dem drittletzten Rang gelandet.

Wegen des Siegs des Niederländers Duncan Laurence im Jahr 2019 fand der Wettbewerb in den Niederlanden statt. Der Sänger konnte am Samstagabend aber nicht beim Finale dabei sein und live auftreten: Er hatte sich mit Corona infiziert. Im ersten Halbfinale Dienstagabend war Laurence noch aufgetreten.

Zuvor waren bereits Mitglieder der isländischen und polnischen ESC-Delegationen positiv getestet worden. Deshalb tritt auch die isländische Band Dadi og Gagnamagnid nicht live in Rotterdam auf, sondern wird per Video eingespielt. Auch ihr werden Chancen auf einen Sieg eingeräumt.

cp

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