Nach Final-Chaos: Innenminister schiebt Schuld auf Klopp

Nach Final-Chaos: Innenminister schiebt Schuld auf Klopp
Nach Final-Chaos: Innenminister schiebt Schuld auf Klopp

Das verheerende Chaos beim Champions-League-Finale in Paris erhitzt die Gemüter auch zwei Tage nach den Geschehnissen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Kein Wunder, die Bilanz liest sich verheerend: 238 Verletzte, 105 Menschen in Gewahrsam, davon 39 länger in Haft. Während sich die UEFA, Fans, Klubs und Veranstalter gegenseitig die Schuld zuschieben, hat Frankreichs Innenminister einen Verantwortlichen ganz besonders herausgepickt - und der ist kein Unbekannter. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

„Ich erinnere Sie daran, dass der Trainer von Liverpool vor ein paar Tagen die Fans aufgerufen hat, auch ohne Tickets nach Frankreich zu kommen“, erklärte Gérald Darmanin auf einer Pressekonferenz am Montag.

Klopp: Paris ist groß genug

Hintergrund war Jürgen Klopps Überlegung, dass Paris groß genug sei, auch für alle jene, die kein Ticket hätten.

„Ich hoffe wirklich, dass sie es alle irgendwie schaffen und eine unglaubliche Atmosphäre schaffen - natürlich werden sie das. Das ist schön. Wenn man also kein Ticket bekommt - ich will die Leute nicht nach Paris einladen, aber dieses Mal ist es groß genug“, sagte der 54-Jährige zum Ende der Premier-League-Saison.

Paris sei groß genug, „um es ohne Ticket zu besuchen und sich zu amüsieren. Benimm dich, aber sei in der bestmöglichen Stimmung“, erklärte er weiter.

Der Großteil der Fans sei am Samstag derweil nicht das Problem gewesen, sagte Darmanin zu den Ereignissen vor dem Stade de France, aber es aber einen kleineren, aktiveren Teil gegeben, „der mit unserem Sicherheitssystem kollidierte“. (STIMMEN: Klopp mit Ansage nach Real-Pleite)

Klopp übt Kritik

Klopp hatte am Samstagabend erklärt, dass einige Fans große Schwierigkeiten hatten, „ins Stadion zu gelangen“. Er habe „einige Dinge gehört, die weder gut noch schön sind.“

Bilder hatten Personen gezeigt, die Ordnerketten durchbrachen und über Zäune kletterten, die Polizei sprach von abgewehrten „Eindringlingen“. Der Anpfiff verzögerte sich um 37 Minuten.

Der Abend rief zwei Jahre vor den Sommerspielen in Paris die französische Politik auf den Plan. Aus dem linken und dem äußersten rechten Spektrum hagelte es Kritik.

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