FIM stellt klar: Motor- und Aero-Entwicklung eingefroren

Gerald Dirnbeck

Das Material der MotoGP-Teams befindet sich weiterhin verpackt in Transportkisten in den Boxen des Losail-Circuits in Katar. Von dort sollen sie dann zum nächsten Rennen geflogen werden, wenn feststeht, wo und wann der erste Grand Prix der Saison 2020 tatsächlich stattfinden wird können. Die FIM hat nun die Entwicklung von Motoren und Aerodynamik während der "Corona-Pause" untersagt.

Interessant ist dabei folgendes Detail. Die Motoren werden laut Reglement am Tag vor dem ersten Trainingstag des ersten Rennens versiegelt. Honda, Yamaha, Ducati und Suzuki dürfen dann keine Weiterentwicklung betreiben und müssen diese Spezifikation bis Saisonende verwenden. KTM und Aprilia sind derzeit aufgrund der Konzessionspunkte von dieser Regel ausgenommen

Da das erste Rennen bisher nicht stattgefunden hat, könnten theoretisch Honda, Yamaha, Ducati und Suzuki in den Fabriken die Motoren weiterentwickeln und mit einer neuen Spezifikation beim ersten Rennen aufkreuzen. Die FIM hat dem nun einen Riegel vorgeschoben. Die Transportkisten werden in Doha rund um die Uhr überwacht.

"Im Prinzip lautet die Idee, dass die Teams beim ersten Rennen nur jene Motoren verwenden dürfen, die sich jetzt in den Boxen in Doha befinden", bestätigt ein Sprecher der FIM-Technikabteilung gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Diese Motoren werden dann eingefroren." Somit sind praktisch schon jetzt die Motoren versiegelt und die Entwicklung ist eingefroren.

Die FIM hat deshalb alle Hersteller angewiesen, die Motorenentwicklung daheim in den Fabriken vorerst einzustellen. Das gleiche gilt auch für die Aerodynamik, denn auch sie wird vor dem ersten Rennen homologiert. Die Verkleidungsteile vom letzten Test befinden sich ebenfalls in den Boxen des Losail-Circuits.

Derzeit sind die Fabriken der europäischen Hersteller als Maßnahme gegen die weitere Ausbreitung von COVID-19 geschlossen. Nachdem in Italien bereits Ducati und Aprilia zugesperrt haben, tat dies nun auch KTM in Österreich. Gleichzeitig sind die Firmen in Japan nicht geschlossen. Honda, Yamaha und Suzuki arbeiten derzeit normal weiter.

Mit Bildmaterial von LAT.