Filmsatire: Politiker in Geiselhaft: "Das schaffen wir schon"

Die Putzfrau (Marie Schöneburg, r.) richtet eine Waffe auf die Kanzlerin (Manuela Biedermann)

Dem Bundestagswahlkampf 2017 fehlt es an Schwung. Böse Zungen behaupten ja, es gebe gar keinen. Ähnliches kann man der Filmsatire "Wir schaffen das schon", die zwei Wochen vor der Wahl (und zwei Jahre nach Merkels berühmten Spruch "Wir schaffen das") startet, nun wirklich nicht vorwerfen. Hier herrscht von Anfang an Bombenstimmung, und das im wörtlichen Sinn.

In einer Fernseh-Talkrunde, die ganz aktuell nur wenige Tage vor der Wahl '17 spielt, leiern die ewig gleichen Politiker erst mal ihre ewig gleichen Sprüche herunter. Nur die Tatsache, dass in der Sendung alle geduzt und mit Vornamen angesprochen werden, schafft etwas ironische Distanz. Da sind sie also, der Peter von der CDU, der Horst von der CSU, die Andrea von der SPD, der Cem von den Grünen, die Sahra von den Linken und die Frauke von der AfD.

Die Satire weiß nicht, worauf sie hinaus will

Aber dann werden sie mit einer ausgebeuteten und frisch geschassten Putzfrau (Marie Schöneburg) konfrontiert, eine von Millionen Verlierern, die sich von den Politikern schon lange nicht mehr ernst genommen fühlt. Und die hat plötzlich eine Waffe in der Hand. Zwingt noch die Kanzlerin, also Angela, ins Studio. Und bindet allen vor laufender Kamera Sprengstoffgürtel um, die sie zünden will, sollten sie nicht ihre Forderung – bedingungsloses Grundeinkommen für alle – erfüllen.

Satire darf erst mal alles. Überhöhter, überspitzter Humor hat ja auch immer etwas Befreiendes. Aber es mag einfach nicht jeder lachen, wenn Spitzenpolitiker welch...

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