Filmfestival von Venedig mit Science-Fiction-Satire "Downsizing" eröffnet

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Matt Damon vor der Eröffnungszeremonie

Das 74. Filmfestival in Venedig ist am Mittwochabend mit einer Science-Fiction-Satire mit Matt Damon und Christoph Waltz eröffnet worden. Der Film "Downsizing" spielt in einer Zukunft, in der sich Menschen schrumpfen lassen, um Ressourcen zu sparen und ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. "Downsizing" ist einer von insgesamt 21 Wettbewerbsfilmen, die bis zum 9. September um den begehrten Goldenen Löwen konkurrieren.

Während Damon die Hauptfigur - einen gutmütigen, aber frustrierten Therapeuten - spielt, mimt der deutsch-österreichische Oscar-Preisträger Waltz dessen serbischen Nachbarn, einen verruchten Lebemann. Damon nannte den Film vor Journalisten trotz des ernsten Themas "optimistisch".

Regie führte der erfolgreiche US-Regisseur Alexander Payne, der mit Jim Taylor auch das Drehbuch zu der gesellschaftskritischen Satire schrieb. Es ist Paynes siebter Film, der 56-Jährige feierte bereits Erfolge mit "Nebraska", "Sideways" oder "The Descendants".

Auch andere große Hollywood-Produktionen wie die Kriminalkomödie "Suburbicon", bei der George Clooney Regie führte, zählen zum Festivalprogramm. Es gibt aber auch Independent-Filme und Dokumentationen wie der Film "Human Flow", in der der chinesische Künstler Ai Weiwei die Flüchtlingskrise beleuchtet.

Das Festival auf dem Lido gilt als gute Gelegenheit, Filme mit Oscar-Ambitionen vorzustellen. In den vergangenen Jahren waren die Filme "Birdman", "Gravity" und "La La Land" in Venedig ausgezeichnet worden, bevor sie bei der Oscar-Gala abräumten. In diesem Jahr werden auf dem Roten Teppich unter anderem die Alt-Stars Robert Redford und Jane Fonda erwartet sowie Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence und der spanische Superstar Javier Bardem.