Filmfehler im neuen „Star Wars“? Das steckt hinter der Zehn-Sekunden-Tonpause

Laura Dern als Admiral Holdo ist die Schlüsselfigur beim vermeintlichen Tonfehler im neuen „Star Wars“. (Bild: D James/Lucasfilm/Disney/Kobal/REX/Shutterstock)

Einige Kinobesucher haben sich im neuen „Star Wars“-Film gewundert: Rund zehn Sekunden wird es in „Die letzten Jedi“ plötzlich mucksmäuschenstill. Einige beschwerten sich sogar darüber. Nun wurde der vermeintliche Fehler aufgeklärt.

Es ist eine imposante Szene, die „Star Wars“-Fans nach rund 122 Minuten zu sehen bekommen. Achtung, ein kleiner Spoiler: Admiral Holdo, gespielt von Laura Dern, kollidiert in ihrem Rebellenschiff mit einem Sternenfahrzeug der Ersten Ordnung. Explosionen, wuchtige Bilder – aber statt imposanter Soundeffekte breitet sich ab dem Moment der Kollision plötzlich totale Stille aus. Und das für ganze zehn Sekunden.

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Zahlreiche Fans waren empört – und vermuteten einen Fehler in der Audiospur des Films. Wie unter anderem das Magazin „Variety“ berichtet, brachte dies mehrere Betreiber der US-amerikanischen Kinokette AMC dazu, Zettel vor den Sälen auszuhängen, in denen die Tonpause erläutert wird. „Bitte beachten Sie: ‚Die letzten Jedi‘ enthält nach ungefähr einer Stunde und 52 Minuten eine Sequenz, in welcher der KOMPLETTE Ton für etwa zehn Sekunden gestoppt wird. Obwohl die Bilder auf der Leinwand weiterlaufen, werden Sie nichts hören. Dies wurde vom Regisseur absichtlich so gemacht, um einen kreativen Effekt zu erzielen.“


Ein Twitter-User, der die AMC-Warnung postete, kommentierte dazu sarkastisch: „Es ist jetzt offiziell. Unsere Spezies entwickelt sich nicht weiter, sondern wird von Jahr zu Jahr dümmer und rückschrittlicher. Ich kann nicht glauben, dass AMC so viele Beschwerden erhielt, dass sie sich dazu veranlasst fühlten, eine Warnung wie diese zu verfassen.“

Allerdings scheint dieser Aushang nicht mit der Kinokette abgesprochen worden zu sein. „Uns ist bewusst, dass dies in zwei der 660 Locations vorgekommen ist. Die Kinos haben diesen Aushang wieder entfernt“, zitiert „Variety“ einen Sprecher von AMC.

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Der Visual-Effects-Supervisor von „Star Wars: Die letzten Jedi“, Ben Morris, zeigt sich indes begeistert von der Tonpause. „Wir haben immer gehofft, dass das Resonanz finden würde, sowohl als Stilmittel in der Geschichte als auch als Visual, und als ich den Aufschrei und die Seufzer in der Stille hörte, war das einfach fantastisch. Wir haben gemerkt, dass es funktioniert. Das hat es in ‚Star Wars’ so noch nie gegeben“, so Morris in einem Interview mit „Collider“.

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass AMC mit Soundproblemen Schlagzeilen macht. Wie „Variety“ berichtet, fiel bei einer der ersten Vorstellungen des Films im kalifornischen Burbank für zehn Minuten der Ton aus. Nachdem sich das Kino geweigert hatte, den Film neu zu starten, kam es zu Streitereien zwischen Publikum und Kinopersonal. Sogar die Polizei musste einschreiten.

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