Film: Willkommen auf dem Selbstinzenierungsmarkt: "Casting"

Wie, ich muss vorsprechen? Der Star (Andrea Sawatzki, M.) ist brüskiert, die Regisseurin (Judith Engel, r.) unnachgiebig, der Produzent (Stephan Grossmann) bestürzt

Muss eine Andrea Sawatzki eigentlich noch zu Castings? Ist sie nicht längst in der Star-Klasse, die einem diese Demütigung, dauernd vorsprechen zu müssen, erspart? Darum genau geht es im Film "Casting". Frau Sawatzki kommt, der Produzent ist hin und weg, wegen ihres Aussehens, aber auch wegen ihres Namens. Aber die Regisseurin verlangt dennoch, dass die Schauspielerin mal etwas vorsprechen soll. Wie, vorsprechen? Die Sawatzki guckt ganz ungläubig, als sei das unter ihrer Würde.

Unwillig tut sie es dann doch, aber schon bald bricht die Regisseurin ab. Nein, das sei überhaupt nicht das, was sie sich vorstelle. Das Team hält den Atem an, der Produzent rauft sich die Haare. Und die Diva geht beleidigt. Aber dann kommt sie noch mal zurück. Sagt dann, sie hat sich also doch aufs Casting vorbereitet, einen giftigen Monolog aus dem Drehbuch auf. Aber sie baut sich dabei vor der Regisseurin auf, schleudert ihr die gemeinen Worte direkt ins Gesicht, jeder Satz eine persönliche Schmähung, und rauscht dann ab. Welch ein Auftritt, welch ein Abgang!

Der Regisseur kennt beide Seiten zur Genüge

Natürlich, um die Frage zu beantworten, muss auch eine Andrea Sawatzki zu Castings. Es geht bei Filmen ja nicht (nur) darum, prominente Darsteller zu gewinnen, auch die Chemie zwischen ihnen muss stimmen. Und das kriegt man nur heraus, wenn man es ausprobiert. Wie das aber eigentlich abläuft bei Castings und was dabei so passiert, das sind eigentlich gut gehütete Geheimnisse der Branche.

Nicolas Wackerbar...

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