Film: Der weibliche Bond: "Atomic Blonde"

Nicht zimperlich: Charlize Theron

Diese Frau braucht keine Waffen. Als Agentin des britischen MI6 nutzt Charlize Theron im Kampf gegen ihre durchweg männlichen Gegner schon mal einen Korkenzieher, mit einem einfachen Wasserschlauch weiß sie eine ganze Polizeieinheit niederzustrecken. Und wenn gar nichts anderes zur Hand ist, zieht sie eben ihren Stiletto vom Fuß.

Jahrhunderte lang zwang der männliche Gusto die Frauen, auf hohen Hacken zu laufen, jetzt setzen sie sich genau damit zur Wehr: "Atomic Blonde", der am Donnerstag in die Kinos kommt, ist eine echte Kampferklärung. Und scheint, mitten in der hitzig geführten Debatte um eine Quote im Kino, genau der richtige Film.

Bild Nr. 1:
Die alte, geteilte Stadt wiederaugebaut: mit John Goodman vor der Mauer Universal Pictures

Eigentlich müsste man sich freuen über diesen Film. Endlich mal Action mit einer Frau in der Hauptrolle. Die paar Heroinen, die es gibt, kann man an einer Hand abzählen. Geena Davies hat es in den 90-ern vorgemacht, Angelina Jolie folgte in den Nuller-Jahren, man könnte noch Milla Jovovich, Kate Beckinsale oder seit Kurzem auch Scarlett Johansson auflisten – das ist es dann aber auch schon fast mit weiblichen Stars, die sich im klassischen Männer-Genre austoben.

Charlize Theron hat lange für dieses Projekt gekämpft, das sie auch mitentwickelt hat. Schon in "Mad Max: Fury Road" und "Fast & Furious 8" hat sie sich zuletzt im Action-Genre erprobt. Da aber waren wie üblich Männer die Helden. Hier nun ist alles auf sie zugeschnitten. Monatelang hat sie dafür intensiv trainiert, wie hart, das sieht man in jeder Einstellung. Und sie hat David Leitch, d...

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