Film: "The Circle": Wollt ihr die totale Transparenz?

Die junge Mae (Emma Watson, M.) wird in den Multimediakonzern „The Circle“ aufgenommen. Ein scheinbar idealer Arbeitgeber, bei dem sie aber bald all ihre Daten preisgeben muss

Nach diesem Film setzt man sich vielleicht nicht mehr gleich an den Computer. Und lässt die Welt eine Weile nicht so bereitwillig via Facebook, Instagram oder Twitter am eigenen Leben teilhaben. Dann hätte "The Circle" schon etwas bewirkt. Auch wenn er viel mehr hätte erreichen können. Denn James Ponsoldts Adaption von Dave Eggers' gleichnamigem Bestsellerroman führt in eine nicht weit entfernte Zukunft, in der wir uns von der modernen Kommunikationstechnologie nur noch ein bisschen mehr bestimmen lassen.

Schöne neue Welt: Huxley im digitalen Zeitalter

Der Zuschauer sitzt anfangs mit Mae (Emma Watson) in einem traurigen Großraumbüro bei einem traurigen Job. Klar, dass die junge Frau von etwas anderem träumt, das tut man schon nach wenigen Sekunden Zuschauen auch. Aber für Mae ergibt sich dann wirklich eine Chance, die nur wenige haben. Sie erhält eine Offerte von "The Circle", dem angesagtesten Unternehmen der Welt.

Mit traumhaften Arbeitsbedingungen: ein großzügiges, weitläufiges Areal, lichtdurchflutete Bürobungalows, Sport- und Freizeitmöglichkeiten aller Art, überall junge, offenherzige, zugewandte Mitarbeiter. Und der Big-Data-Konzern bündelt alles, was wir heute von Facebook, Apple und Google kennen, all die coolen Internet-Dinge, mit denen wir uns eh schon die ganze Zeit beschäftigen. Schöne neue Welt – Huxley im digitalen Zeitalter.

Der Zuschauer erkennt allerdings deutlich früher als die junge Mae, welche Schattenseiten dieser Mediakoloss hat. Da ist er, der gläserne Ang...

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