Film: Wenn er Rat braucht, macht Bruno Ganz das mit sich aus

Vor Berlin ist er einst geflohen, jetzt kommt er immer wieder gern hierher: Bruno Ganz

Eigentlich will Bruno Ganz gar nicht. Zur Berlin-Premiere seines aktuellen Films "The Party" ist der in der Schweiz lebende Schauspieler zwar ins Delphi-Kino gekommen, und den Film will er sich auch noch mal anschauen. Interviews hat der 76-Jährige aber abgesagt. Dann zeichnet sich doch eine Chance ab. Und ja, spontan nimmt er sich die Zeit. Und wir setzen uns auf eine halbe Stunde ins gegenüberliegenden Savoy Hotel. Danach eilt der Mime ins Kino zurück. Muss er auch. Der Film ist ja nur 71 Minuten kurz.

Herr Ganz, Sie sind unweigerlich mit Berlin verbunden. Durch lange Jahre in der Schaubühne. Und als Engel in "Der Himmel über Berlin". Wie häufig sind Sie heute noch hier?

Bruno Ganz: Nicht mehr so häufig. Es gibt Gelegenheiten – privater, aber auch beruflicher Art. Die Synchronstudios sind alle hier. Als ich "Zeiten des abnehmenden Lichts" gedreht habe, war ich mal wieder sechs Wochen am Stück in der Stadt. Sie sehen, ich bin nicht ganz fort. Aber ich lebe überwiegend in der Nähe von Zürich.

Und verspüren Sie manchmal Heimweh nach Berlin?

Als ich wegging, hatte ich wirklich ein bisschen genug von der Stadt. Aber so langsam erwacht mein Interesse wieder. Dann bin ich hier und denke, es wäre schön, ein wenig länger zu bleiben. Ich gehe gerne herum und schaue mir alles an, das verändert sich ja alles so schnell. Ich interessiere mich wieder dafür. Und ganz weg bin ich ja nie. Ich lebe ja mit Ruth Walz zusammen, und die hat eine große Wohnung hier.

Bild Nr. 1:
Ganz mit Kristin Scott Thomas (l.) und Patricia Clarkson in „The Party“ Weltkino

Wie sind Sie eigentlich in ihren jü...

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