Film: Kultregisseur Luc Besson und die Erfüllung eines Jungstraums

20 Jahre nach „Das fünfte Element“ macht Kultregisseur Luc Besson wieder Science-Fiction. „Valerian“ reicht aber nicht ganz heran.

Ein niedliches kleines Geschöpf, dieses grunzende Rüsseltierchen aus einer fernen Galaxie. Man krault es, man liebkost es. Und wenn man es mit einer Riesenperle füttert, dann, nun ja, das kann man kaum mit beschönigenden Worten beschreiben, dann scheißt es Perlen. Und zwar im Überfluss. Kein Wunder, dass in dem Science-Fiction-Film "Valerian – Die Stadt der tausend Planeten" – der am 19. Juli Berlin-Premiere feiert und einen Tag später in die Kinos kommt – ganze Galaxien hinter diesem Wesen her sind.

Dieses Wesen, ein sogenannter Transmutator, ist freilich auch eine sinnige Metapher auf das Blockbuster-Kino, das ja auch nur Geld in etwas hinein­steckt, wenn mehr wieder rauskommt. 20 Jahre nach seinem Mega-Kult "Das fünfte Element" hat Luc Besson sich noch mal an einen Science-Fiction-Film gewagt. Da zitiert er nicht nur weidlich sich selbst, er scheint auch sonst im gesamten Genre zu plündern, von George Lucas' "Star Wars"-Epen bis zu James Camerons "Avatar". Ein Selbstläufer also, ein Perlen- und Geldvermehrer.

Bild Nr. 1:
Ungleiches Paar: Dane DeHaan (l.) und Cara Delevingne Universum

Aber nein. Man muss das alles anders erzählen. Muss mit einem Pariser Knirps beginnen, der Ende der 60er-Jahre jeden Mittwoch zum Zeitungskiosk lief, um dort ein neues Comicheft zu erstehen. Und dort eines Tages auf "Valérian et Laureline" stieß. Eine neue Comic-Reihe von Pierre Christin und Jean-Claude Mézières, in der ein Astronautenpärchen durch die Galaxien düste und allerlei Abenteuer bestand. Wobei die Heldin Laureline (die in der deutschen Version seltsamerweise ...

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