Film: Höllentrip in die Hauptstadt: "Berlin Falling"

Spannendes Duell: Frank (Ken Duken, r.) kontra Andreas (Tom Wlaschiha)

Der Mann ist dunkel gekleidet, wirkt aber eigentlich ganz sympathisch. Also warum ihn nicht ein Stück im Auto mitnehmen? Ein Problemfall scheint ja eher der Fahrer selbst zu sein: Er hat, das wird in den ersten Filmminuten klar, ein Alkoholproblem. Er hat es auch mit seiner Tochter vermasselt.

Seine Frau hat sich offensichtlich von ihm getrennt, er ist jetzt auf dem Weg vom Brandenburgischen in die Hauptstadt, um sie zumindest für Weihnachten abzuholen. Und als der Fremde einsteigt, hört der Fahrer laute, aggressive Musik, die wohl viel Arges in seinem Kopf überdecken muss.

Nach 20 Minuten ein völlig neuer Film

Aber dann entdeckt dieser Frank (Ken Duken) im Rucksack des Mitfahrers eine Bombe. Sofort entsteht ein Handgemenge, bei dem ganz nebenbei deutlich wird, dass beide Männer im Kampfsport mehr als geübt sind. Bis dahin sind noch keine 20 Minuten vergangen, und plötzlich entsteht noch mal ein völlig neuer Film. So zufällig, wie das aussah, hat Andreas (Tom Waschliha) seinen Fahrer an der Tankstelle nicht angesprochen. Er will nach Berlin, wo er offensichtlich einen Anschlag plant. Und er erpresst Frank, ihn dahin zu chauffieren. Andernfalls werden seine Angehörigen es büßen. Das zeigt ein Handyvideo: Im Zug werden Franks Ex und sein Kind von einem Kompagnon beschattet.

Bild Nr. 1:
Kino: Berlin Falling GrandHôtelPictures

Ken Duken ist einer der meistbeschäftigten deutschen Schauspieler, nicht nur im hiesigen Kino ("Das Adlon", "Frau Müller muss weg"), sondern auch international ("Inglourious Basterds", "North Men"). Mit 38 Jahre...

Lesen Sie hier weiter!