Film: George A. Romero, der Vater aller Untoten, ist tot

Eigentlich doch ein ganz netter Opa: George A. Romero, hier 2009 in Toronto, mit Fans in Zombiekostümen

Der Horrorfilm wird ja gern als etwas abseitiges Genre für Freaks belächelt. Und entsprechend in die Ätsch-Ecke gestellt. Dem entspricht, dass er lange nur als B-Movie kategorisiert wurde, als Werk also, das früher, als es noch Doppelvorstellungen gab, vor dem Hauptfilm lief. Aber da tut man diesem Genre unrecht.

Gerade weil es nur B-Movies waren, haben sich viele angehende Regisseure erst mal an ihnen ausprobiert. Spätere Filmemacher wie Quentin Tarantino sind davon nicht nur inspiriert, sondern regelrecht sozialisiert worden. Und dann war das B-Movie vor allem auch ein Experimentierfeld, um zu testen, wie weit man im Kino gehen kann. Wie weit man gegen herrschende Regeln verstoßen darf und gegen das, was man als guten Geschmack bezeichnet.

Zombies haben keine Lobby

George A. Romero gilt als Vater aller Zombies. Seine "Nacht der lebenden Toten" war 1968, vor fast einem halben Jahrhundert, der erste Film, der diese Form der Untoten auf die Leinwand brachte. Ein B-Movie, klar, ein Splatterfilm, auch das. Und man kann heute vermutlich gar nicht mehr ermessen, wie groß der Schock für das Publikum gewesen sein muss, als die schlurfenden, stöhnenden Kreaturen zum ersten Mal über ihre Opfer herfielen und sie zerfleischten.

Auch an Kunstblut wurde dabei nicht gespart, kübelweise kam es zum Einsatz. Trash pur, keine Frage. Aber Untote, das haben sie mit Aliens gemein, haben keine Lobby. Mit ihnen kann man alles anstellen. Und dabei auch einen Diskurs eröffnen über das Verhältnis zur Gewa...

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