Film: "Blade Runner 2049": Zurück in die Zukunft

Die Schlüsselszene: Der neue Blade Runner (Ryan Gosling) begegnet dem alten (Harrison Ford, vorn)

Es dauert, so viel darf man wohl verraten, ziemlich lange, bis die beiden endlich aufeinandertreffen, der neue und der alte Blade Runner. Der alte (Harrison Ford) hat sich ein halbes Leben lang vor seinen Verfolgern versteckt. Nun glaubt er, dass der junge Mann, der ihn da aufgespürt hat (Ryan Gosling), das tun wird, was auch er einst getan hat: ihn liquidieren.

Doch der Jüngere ist längst selbst vom Verfolger zum Verfolgten geworden. Er hat nur ein paar Fragen, die ihm auf der Seele brennen. Misstrauisch gehen sie aufeinander los. Doch bevor sie sich halbwegs verständigen können, spüren andere sie auf. Und nun müssen beide ihre Haut retten.

Bild Nr. 1:
Denis Villeneuve schafft stimmungsvolle Bilder einer apokalyptischen Zukunft Sony

Zurück in die Zukunft: "Blade Runner 2049" ist wohl der am heißesten erwartete Film des Jahres. 35 Jahre ist es her, dass Ridley Scotts "Der Blade Runner" dem Science-Fiction-Film neue Impulse verpasst hat. Das Genre war damals, 1982, gerade dabei, zum Kinderkintopp zu degenerieren, was nur ein Jahr später, mit "Die Rückkehr der Jedi-Ritter", auch wirklich passierte, als knuddelige Teddybären namens Ewoks mit den Sternenkriegern (unter ihnen auch schon Harrison Ford) das Weltall retteten. Aber davor gab es eben "Blade Runner", der zeigte, dass man Science-Fiction nicht darauf reduzieren muss, Raumschiffe durch Universen sausen und einander abschießen zu lassen.

"Blade Runner" setzte vor allem auf atemberaubende Atmosphäre und ungewohntes Setting, zeigte keine technisch ausgefeilten, aber kühl-sterilen Kulissen, sondern eine recht vergammelte...

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