Fieser Fast-Food-Streich: Dortmunder Anwalt bekommt täglich bis zu 30 Pizzen geliefert, die er nicht bestellt hat

Ein Dortmunder Anwalt bekommt jeden Tag bis zu 30 Pizzen geliefert. Wer die Bestellungen aufgibt, weiß er nicht. (Symbolbild: Getty Images)

Rechtsanwalt Guido Grolle bekommt seit zweieinhalb Wochen Essen ins Büro geliefert, das er nicht bestellt hat. Wer oder was dahintersteckt, ist unklar.

„Pizza ist da!“ – Vor der Dortmunder Kanzlei des Rechtsanwalts geben sich seit einigen Wochen mittags und abends mehrere Pizzaboten die Klinke in die Hand. Rund 100 Bestellungen wurden bereits ohne das Wissen, aber unter dem Namen des Anwalts online aufgegeben.

Wer die deftigen Mahlzeiten bestellt und aus welchem Grund, weiß Guido Grolle nicht. Den „Ruhr Nachrichten“ sagte er, er könne sich nicht vorstellen, dass ein verärgerter Mandant oder Prozessgegner hinter den Lieferungen stecke. Zudem würden teilweise 15 Bestellungen innerhalb einer knappen halben Stunde getätigt. „Das kann eigentlich kein Mensch bestellen“, meint Grolle.

Grund für den Liefer-Marathon, so Grolles Vermutung, könnte auch ein Computerproblem der Lieferplattformen sein. Seinen eigenen Computer hat er bereits überprüfen lassen.

Fakt ist, dass durch die Aktion eher den Lieferanten ein Schaden entsteht. Grolle muss die Pizzen schließlich nicht annehmen und somit auch nicht zahlen. Dennoch sind die Lieferungen ärgerlich und sorgen dafür, dass Grolle kaum noch zum Arbeiten kommt.

Sollte hinter dem Mobbing eine Person stecken, kann diese sich daran nicht finanziell bereichern. Ein Betrugsversuch ist somit eher ausgeschlossen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen Stalkings.