FIA schließt Lücke im Testreglement der WRC

Mads Ostberg darf nun nicht mehr außerhalb Europas testen


Bei der gestrigen Sitzung des Motorsport-Weltrats des Automobil-Weltverbands FIA in Genf wurden zwei Anpassungen des sportlichen Reglements der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) beschlossen. Zum einen wurde das Testverbot außerhalb von Europa auf alle Fahrer der Kategorie P1 (aktuelle WRC-Autos nach dem Reglement des Jahrgangs 2017) ausgedehnt. Damit wird eine Lücke im Reglement geschlossen, die sich Mads Östberg vor der Rallye Argentinien zunutze gemacht hatte.

Bisher galt das aus Kostengründen eingeführte Testverbot außerhalb Europas nur für Fahrer, die von den Herstellern für die Herstellerwertung nominiert sind. Das trifft auf Östberg nicht zu. Er fährt zwar aus formalen Gründen offiziell unter der Bewerbung von M-Sport, tritt jedoch de facto mit seinem eigenen Team an und war daher von der Testeinschränkung bisher nicht betroffen.

Dies hatte der Norweger vor der Rallye Argentinien zu einem Test in Südamerika genutzt, woraufhin die Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil gewittert und eine Änderung der Regeln gefordert hatte.

Eine weitere Regelung betrifft die Pflichtrallyes der WRC2-Klasse, die Läufe in Portugal, Deutschland und Großbritannien, bei denen für alle in dieser Kategorie eingeschriebenen Teilnehmer ein Start verbindlich vorgeschrieben war. Diese Teilnahmepflicht wird de facto abgeschafft. Wer bei einer dieser drei Rallyes nicht antritt, wird nämlich nun nicht mehr disqualifiziert und aus der WM-Wertung ausgeschlossen.

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