Feuerwehrleute aus Deutschland und Frankreich helfen in Schweden

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Rund 50 Waldbrände wüten in Schweden

Im Kampf gegen die starken Waldbrände erhält die schwedische Feuerwehr immer mehr Unterstützung aus anderen europäischen Ländern. 52 freiwillige Feuerwehrleute aus Niedersachsen machten sich am Sonntagabend auf den Weg nach Schweden, wie das Innenministerium in Hannover mitteilte. Am frühen Montagmorgen trafen 30 auf Brandbekämpfung spezialisierte französische Soldaten auf dem Flughafen von Stockholm ein, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. 30 Brandschützer aus Südfrankreich sollten im Laufe des Tages folgen.

Die 52 Feuerwehrleute aus dem niedersächsischen Landkreis Nienburg machten sich mit neun Fahrzeugen auf den Weg nach Schweden. Vor Ort sind vor allem Löschfahrzeuge gefragt, die größere Mengen Wasser an die Einsatzstellen bringen können. Die Einheit aus Nienburg sei für eine Woche für den Einsatz in Schweden angefordert worden, teilte der niedersächsische Innenminister Innenminister Boris Pistorius (SPD) mit.

Weitere Einheiten aus dem Großraum Hannover stünden als Reserve für den Einsatz in Schweden zur Verfügung. "Der Gedanke der europäischen Solidarität ist für uns von besonderer Bedeutung", fügte Pistorius hinzu.

Der Brandschutz im eigenen Land sei durch die Entsendung der Einheiten aber nicht gefährdet, erklärte der niedersächsische Landesbranddirektor Jörg Schallhorn mit Verweis auf mehr als 124.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute und hauptamtliche Kräfte allein in dem norddeutschen Bundesland.

Frankreich hat neben rund 30 Soldaten und weiteren 30 Feuerwehrleuten bereits zwei Löschflugzeuge nach Schweden entsandt. Italien schickte ebenfalls zwei Löschflugzeuge in das skandinavische Land, Norwegen stellte acht Hubschrauber zur Verfügung. Schweden hatte im Rahmen des EU-Katastrophenschutz-Mechanismus um Hilfe gebeten, weil es weitere Löschflugzeuge benötigte.

In Schweden wüten nach wochenlanger Trockenheit rund 50 Waldbrände. Berichte über Tote gab es bislang nicht. In der Stadt Uppsala nördlich von Stockholm herrschen derzeit 33 Grad Celsius. Seit Anfang Mai hat es in dem Land praktisch nicht geregnet.