Festival: In Hoppegarten formiert sich Widerstand gegen Lollapalooza

Die Bühnen für das Megaevent auf der Galopprennbahn Hoppegarten werden gerade aufgebaut

Lollapalooza Berlin - in Hoppegarten: Das sei doch ein Widerspruch in sich, ein schlechter Witz, schimpft einer der rund 70 Teilnehmer der Versammlung in der Gemeinde Hoppegarten an der Lindenallee am Montagabend. Vier Tage vor Beginn des größten Musikfestivals der Hauptstadt sorgt das bei einigen Anwohnern für großen Unmut. Sie werfen dem Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) vor, die Gemeinde nicht in die Entscheidung einbezogen zu haben. "Von dem Event profitieren nur Einzelne, aber nicht der gesamte Ort", sagt Sven Francke, Sprecher des "Aktionsbündnisses zum Erhalt der Rennbahn im Grünen", das sich vor vier Wochen gründete und mittlerweile 50 Mitglieder hat.

"Wir stellen uns nicht explizit gegen das Festival. Aber wer garantiert uns, dass die Rennbahn nicht dauerhaft zu einer Eventlocation für andere Großveranstaltungen dieser Art auf der Galopprennbahn wird?", fragt Francke. Die Sorge möchte der Geschäftsführer der Rennbahn, Peter Hoeck Domig den Anwesenden gern nehmen. "Events in der Größenordnung wie Lollapalooza werden eher eine Ausnahme bleiben. Vorstellbar sind Veranstaltungen wie Hochzeiten, Hundemessen, Gartenausstellungen oder Oldtimershows. Diese Events müssen aber zu uns passen", so Peter Hoeck Domig.

Anwohner fordern von den Veranstaltern Rücksicht

Auch Bürgermeister Knobbe weist den Vorwurf einiger Gemeindemitglieder zurück, die Veranstaltung im Alleingang entschieden zu haben. "Ich habe gar nicht die Befugnis, solche Entscheidungen zu treffen", so Knobbe. Außer...

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