Festival in Berlin: "Schlagernacht des Jahres": Verliebt im Nirgendwo

Versetzte ihre Fans in Ekstase: die Schweizer Schlagersängerin Beatrice Egli

Berlin. Was zuerst auffällt beim Warten auf den Einlass vor der Friedrichshainer Mercedes-Benz-Arena, ist die erstaunliche Vielfalt der Kopfbedeckungen. Blinkende Krönchen in gelb, lila, orange und grün etwa, um deren Elektrik man sich wegen des Regens etwas sorgen muss. Paillettenbesetzte Herrenhüte. Viele Frauen mit Hasenohren. Eine trägt einen stattlichen Plüschflamingo spazieren. Ironisch gemeinte Sonnenbrillen sind dagegen nur vereinzelt zu sehen – aber wir alle sind ja auch in nächtlicher Dunkelheit hergekommen. Dabei ist es erst 18 Uhr.

Bis Mitternacht und also sechs Stunden wird sie dauern, die Schlagernacht des Jahres 2017, die seit Monaten durch die großen Hallen Deutschlands tourt und am Sonnabend in Berlin Station macht. Es ist die erfolgreichste Veranstaltungsreihe der Branche, auch in Berlin ist die Arena mit 14.000 Zuschauern ausverkauft: der Innenraum ein einziges Menschenmeer, das immer wieder effektvoll angestrahlt wird.

Bild Nr. 1:
Schlager-Fans in der Mercedes-Benz-Arena Sven Darmer

Und auch ganz weit oben, direkt unter dem Dach der riesigen Halle, winken die Zuschauer bereitwillig, wenn Moderatorin Franziska Maushake sie dazu auffordert. Die Stimmung ist friedlich, die Lautstärke erträglich und die gemeinsame Mission glasklar: ein bisschen Tanz und gemeinsamer Gesang, die Beschwörung von Glücksgefühlen, oder, wie es der Veranstalter auf seiner Website formuliert, "Emotion pur".

Der Weg ins Glück vielleicht eine Art Gebirgswanderung?

Programmatische Statements wie "Schlager ist geil!" sind schon im Foyer auf T-Shirts zu entdecken. ...

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