Festakt zu 70 Jahren soziale Marktwirtschaft

Ludwig Erhard gilt als Vater der sozialen Marktwirtschaft

Mit einem Festakt begehen hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft am Freitag den 70. Jahrestag der sozialen Marktwirtschaft, die bis heute als Grundpfeiler der wirtschaftlichen Ordnung in Deutschland gilt. Die Eröffnungsrede für die Feierlichkeiten in Berlin hält Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU, 09.45 Uhr), nach ihm treten auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ans Rednerpult. Bei einer Podiumsdiskussion mit Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer und DGB-Chef Reiner Hoffmann soll es zudem um die Frage gehen, wie die soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert erneuert werden kann.

Altmaier hatte sich zuletzt für eine Reform des wirtschaftspolitischen Leitbildes und für einen weiteren Abbau von Bürokratie ausgesprochen. Die soziale Marktwirtschaft soll zugleich marktwirtschaftliche Freiheiten für Unternehmen und die soziale Absicherung der Menschen etwa über beitragsfinanzierte Sozialversicherungen gewährleisten. Ludwig Erhard, der 1948 auch an der Währungsreform in der Bundesrepublik beteiligt war, fasste das Modell in seiner Zeit als Wirtschaftsminister unter dem Schlagwort "Wohlstand für alle" zusammen.