Ferrari SF90 Spider (2021): Die offene Version ist da

de.info@motor1.com (Stefan Leichsenring)
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Ferrari SF90 Spider
Ferrari SF90 Spider

Trotz des versenkbaren Hardtops bleibt der V8-Motor im Heck sichtbar

Den ersten Plug-in-Hybrid aus Maranello, den SF90, gibt es bald auch als offenen Spider mit einem Hardtop, das sich öffnen lässt. Der Wagen wurde am heutigen Donnerstag bei einem Online-Event enthüllt.

Das Dach hat im Prinzip immer noch die gleiche Retractable-Hard-Top-Technik, wie sie Ferrari im 458 Spider im Jahr 2011 vorstellte. Es soll Lärm wie Regen optimal abhalten und sich bei hoher Geschwindigkeit nicht verformen. Das Öffnen und Schließen dauert jeweils 14 Sekunden. Das Verdeck ist auch während der Fahrt bedienbar. Der Kofferraum fasst 74 Liter.

Wie beim Coupé ist der V8-Motor im offenen wie im geschlossenen Zustand deutlich durch die transparente Abdeckung am Heck sichtbar - obwohl beim Spider ja das Hardtop integriert werden musste. Das ist möglich, da das Dach nur 100 Liter Volumen beansprucht - statt 150 bis 200 Liter wie andere derartige Systeme, so Ferrari. Auch soll die Konstruktion sehr leicht sein. So wird ein Trockengewicht des SF90 Spider von 1.670 Kilo möglich.

Für den Antrieb sorgt das aus dem Coupé bekannte Plug-in-System aus einem 780 PS starken Turbo-V8 und drei Elektromotoren, von denen zwei an der Vorderachse und einer an der Hinterachse arbeiten. Die Systemleistung liegt bei 1.000 PS.

Ferrari SF90 Spider
Ferrari SF90 Spider

Die Zusammenarbeit der vier Motoren wird von dem System automatisch geregelt. Alles, was der Fahrer zu tun hat, ist einen der Modi zu wählen: eDrive, Hybrid, Performance oder Qualify. Das tut er am eManettino. Wie das Coupé hat auch der Spider ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und einen Allradantrieb. Den Sprint auf Tempo 100 schafft die offene Version in 2,5 Sekunden (wie das Coupé), 200 km/h sind nach 7,0 Sekunden erreicht (Coupé: 6,7 Sekunden). Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 340 km/h angegeben.

Das Torque Vectoring, bisher RAC-e (Regolatore Assetto Curva Elettrico, also elektronische Kurvenfahrt-Steuerung) genannt, trägt nun den Namen eSSC und wurde verbessert. Das System verteilt in der Kurve die Kraft zwischen den beiden Vorderrädern, indem es die von den beiden vorderen E-Motoren abgegebene Kraft regelt. Die Technik soll die Traktion beim Herausbeschleunigen aus der Kurve verbessern und es erleichtern, am physikalischen Limit zu fahren.

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Die Aerodynamik bietet einen maximalen Abtrieb von 390 Kilo bei 250 km/h. Zu den Features gehören der Shut-off-Gurney, ein vom Coupé bekanntes aktives System am Heck, das den Luftstrom über die Karosserieoberseite verbessert, und die Räder mit ihrer speziellen Form.

Innen gibt es das gleiche Lenkrad mit Touchpad wie im Coupé. Damit soll man praktisch alles steuern können, ohne die Hände vom Steuer zu nehmen. Die Instrumente sind als gebogenes 16-Zoll-Display ausgeführt; die Anzeige ist vollständig konfigurierbar.

Ferrari SF90 Spider Assetto Fiorano
Ferrari SF90 Spider Assetto Fiorano

Ferrari SF90 Spider Assetto Fiorano

Wie das Coupé ist auch der Spider in einer Assetto-Fiorano-Version für die Rennstrecke erhältlich. Diese bietet unter anderem spezielle Stoßdämpfer, ein 21 Kilo niedrigeres Gewicht durch Verwendung von Leichtbaumaterialien wie Carbon und Titan, einen Carbon-Heckspoiler, spezielle Rennreifen und eine Bicolor-Optik. Den Preis und das Marktstartdatum für den neuen SF90 Spider teilte Ferrari wie üblich nicht mit.