Ferrari: Regeländerungen für 2022 gehen nicht weit genug

Stefan Ehlen
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"Die Voraussetzungen sind gut", meint Mattia Binotto. Er hält das neue Formel-1-Reglement für 2022 mit ganz neuen Autos für einen wichtigen und richtigen Schritt. Bei 'Sky' sagt er aber auch: "Es wäre ein Fehler, zu glauben, dass das ausreicht. Denn wenn wir die Show verbessern wollen, dann brauchen wir auch neue sportliche Regeln, nicht nur technische."

Deshalb sei es seiner Meinung nach entscheidend, wie die Formel 1 ab 2022 präsentiert werde. "Ein Beispiel: Ich persönlich mag Kiesbetten. Wir haben es in Mugello gesehen, wo Fahrer für ihre Fehler bezahlen mussten", sagt Binotto. Er spricht sich damit, genau wie Mercedes-Sportchef Toto Wolff, für ein Umdenken aus.

Die Formel 1 sei grundsätzlich offen für solche Änderungen, betont Binotto. "Ich weiß: Man arbeitet an vielen Aspekten dieser Art. Chase Carey hat damit begonnen und Stefano [Domenicali] wird da weitermachen. Ich halte das für die richtige Richtung."

Ist die Formel 1 zu kompliziert?

Außerdem müsse die Rennserie daran arbeiten, nicht zu kompliziert und komplex zu wirken, so sagt der Ferrari-Teamchef: "Die technischen Regeln etwa sind sehr restriktiv. Das macht es schwierig, etwas Neues zu erfinden." Was die Möglichkeit auf Leistungszugewinne einschränke.

Von einer anderen Perspektive betrachtet sei die viele Technik vielleicht auch ein Spannungskiller. "Mehrfach habe ich bereits Vorschläge gehört, man solle doch die Anzahl der Sensoren in den Autos reduzieren, um wieder mehr Unsicherheit ins Spiel zu bringen", sagt Binotto und meint: "Darüber kann man nachdenken."

Er gibt allerdings zu bedenken: "Diese Sensoren tragen auch zur Sicherheit bei, genau wie der Funkverkehr. Das darf man nicht vergessen. Es braucht also einen Kompromiss."

Entscheidend hierbei und bei allen weiteren Themen sei deshalb, dass die Beteiligten "optimistisch" blieben und "gemeinsam an einem Strang ziehen", und zwar "ohne zu voreiligen Schlüssen zu kommen", so Binotto. Dann werde die Formel 1 "weiter florieren".

Mit Bildmaterial von Formel 1.