Ferrari-Boliden und Overalls in Ungarn mit Trauerflor

Ferrari-Boliden und Overalls in Ungarn mit Trauerflor

Sebastian Vettel (Heppenheim) und sein Ferrari-Team gedenken des am Mittwoch verstorbenen langjährigen Marken-Präsidenten Sergio Marchionne beim Großen Preis von Ungarn (Sonntag/15.10 Uhr, RTL) mit Trauerflor an Rennoveralls und Boliden. Ein schwarzes Band zierte beim ersten freien Training am Freitagvormittag den linken Oberarm Vettels und seines Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland), auf den Nasen der beiden Rennwagen wurde diagonal jeweils ein dünner schwarzer Streifen aufgeklebt.
Marchionne (66) verstarb am Mittwoch in der Schweiz. Die genauen Umstände seines Todes sind weiter unbekannt. Das Universitätsspital in Zürich teilte am Freitag in einem Statement lediglich mit, dass der Topmanager "aufgrund einer schweren Erkrankung seit mehr als einem Jahr immer wieder zur Behandlung" das Krankenhaus aufgesucht habe.
Der Italo-Kanadier, der Fiat vor dem Bankrott gerettet und den Autobauer 2014 mit Chrysler fusioniert hatte, litt laut unbestätigten italienischen Medienberichten an Lungenkrebs. Zunächst war eine Schulter-OP als Grund für seine Abwesenheit ab Juni angegeben worden.
In Budapest hingen auch am Freitag die Fahnen am Ferrari-Motorhome auf Halbmast, alle Teammitglieder trugen Trauerflor am linken Arm.
Am Donnerstag hatte Vettel sämtliche Medientermine abgesagt. Aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" wurden auch Räikkönen und Teamchef Maurizio Arrivabene von der Teilnahme an den offiziellen Pressekonferenzen am Donnerstag beziehungsweise Freitag freigestellt.