Fernwärmeleitung wird verlegt: Baustelle in Zollstock sorgt für Umwege

Die Rhein-Energie verlegt Fernwärmeleitung für Neubaugebiet am Gottesweg.

Weitläufige Baustellenabsperrungen, schmalere Straßen und ein gesperrter Überweg für die Fußgänger – entlang des Gotteswegs verlegt die Rhein-Energie eine neue Fernwärmeleitung. Statt direkt von der Apotheke am Höninger Weg zum Café Schmitz und Nittenwilm über die Straße gehen zu können, müssen Fußgänger nun drei Ampeln überqueren.

Viele Passanten gehen trotzdem den unsicheren Weg direkt über die Straße an der Kreuzung Gottesweg/Höninger Weg. Das hat auch die Auszubildende Jill Lohmaier während ihrer Arbeit im Sanitätshaus Callies beobachtet. „Viele laufen an der Baustellenabsperrung entlang, auch Leute mit Rollator oder Kinderwagen“, sagt sie.

Es habe sich zwar noch keiner ihrer Kunden beschwert, allerdings gebe es wegen der Absperrungen weniger Parkplätze am Gottesweg als sonst. Parken an der Straße sei normalerweise schon schwierig. Meist sei die Tür des Geschäfts den ganzen Tag über geöffnet. „Dafür ist es aber momentan zu laut“, sagt Lohmaier.

Passanten zeigen Verständnis

Viele der Passanten haben Verständnis für die Bauarbeiten. „Das muss ja erneuert werden“, sagt Magdalena Bangemann. Sie kreuzt mit Erika Nürnberg die Baustelle, um einkaufen und zur Bank zu gehen. Der Weg für die beiden sei nun zwar etwas umständlicher, aber das störe Bangemann nicht. „Es ist auf jeden Fall besser, die Bauarbeiten in den Sommerferien zu erledigen“, sagt sie. Denn zurzeit sei wesentlich weniger Verkehr auf den Straßen.

Seit Mitte Juni baut die Rhein-Energie auf dem Gottesweg eine Fernwärmeleitung, die mehrere Hunderttausend Euro kostet. Mit dieser Leitung möchte das Unternehmen künftig das Neubaugebiet Südeck am Gottesweg mit Fernwärme versorgen.

Die Verlegung erfolgt dabei in mehreren Bauabschnitten und betrifft aktuell die Kreuzungen Gottesweg/Zeltinger Straße, Gottesweg/Höninger Weg und Kierberger Straße/Vorgebirgstraße. Dann wandert die Baustelle weiter entlang des Gotteswegs und bleibt voraussichtlich bis Ende Januar des kommenden Jahres.

Autos müssen etwas langsamer fahren

Bis dahin müssen sich die Anwohner und Verkehrsteilnehmer mit der Situation zurechtfinden. Eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen möchte, hat der Geruch gestört, als die Arbeiter die Straße neu geteert haben. „Es hat in der Wohnung gestunken“, sagt sie. Ansonsten stört sie sich nicht weiter an den Arbeiten.

Vom Baustellenlärm bekomme sie nicht viel mit. „Ich bin meistens mit dem Rad unterwegs und das klappt auch trotz Baustelle weiterhin gut“, so die Anwohnerin. Vorab habe sie die Baustellenschilder der Rhein-Energie gesehen, jedoch kein Informationsschreiben des Unternehmens bekommen.

Die Absperrungen verengen die Straße, Autofahrer müssen etwas langsamer fahren und manche Passanten überqueren doch verbotenerweise die Straße vom Café zur Apotheke. „Das Problem könnte man durch eine Baustellenampel für die Fußgänger leicht beheben“, schlägt Ingo Höller vor. So könnten ältere Menschen gefahrlos die Straße überqueren.

Er und seine Frau Tanja sind mit Sohn Konstantin einkaufen. Es sei zwar kompliziert, den längeren Umweg über mehrere Ampeln nehmen zu müssen und die Verkehrssituation sei etwas beengt. „Aber die Arbeiten müssen ja gemacht werden“, sagt Tanja...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta