Nach Fed Minutes und Ifo-Index: Das müssen DAX-Anleger jetzt wissen

Thomas Bergmann
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Coole Socke! DAX steckt Fed-Entscheidung weg

Die Fed Minutes haben den Aktienmärkten keinen neuen Schwung verliehen: im Gegenteil. An der Wall Street kippte die Stimmung um und der Dow Jones um 500 Punkte nach unten. Die schwachen Vorgaben haben entsprechend auch den DAX unter Druck gesetzt. Zudem sendete der Ifo-Index nicht das erhoffte Signal. Trotzdem ist nicht alles schlecht.

Die sogenannten "Fed Minutes" hatten eigentlich keine Überraschung parat. Die US-Notenbank werde die Zinsen erhöhen, wenn die Wirtschaft weiter so stark wächst. Wie oft und wie stark, ließen die FOMC-Mitglieder nicht durchblicken. Vor Veröffentlichung des Protokolls ging im Markt die Angst um, die Fed könne vier Leitzinsanhebungen in diesem Jahr in Aussicht stellen.

Dritter Rückgang in Folge

Schwächer als erwartet ist auch der Ifo-Index für Februar ausgefallen. Der Rückgang ist aber auch nur verständlich, nachdem der Index zuvor sehr stark gestiegen war. Ferner liegt die Stimmung der Unternehmen immer noch auf hohem Niveau und deutet unter keinen Umständen auf einen Konjunktureinbruch hin.

Da im Zuge der Fed Minutes auch der Euro wieder etwas an Boden verloren hat, kommt es nicht überraschend, dass sich der DAX in der Zwischenzeit wieder erholen konnte. Freilich ist das noch kein Befreiungsschlag, aber eine neue Korrekturwelle schaut anders aus. 

Zugegeben: Die Anleger sollten auf der Hut sein, denn nach neun Jahren Hausse ist eine Konsolidierung durchaus vernünftig. Nichtsdestotrotz ist das Umfeld für Aktien - insbesondere deutsche - weiter gut. Es wird aber nicht wie in einer Einbahnstraße weiter nach oben gehen, sondern eher wie in der Achterbahn. Außerdem wird es auf das richtige Stock-Picking ankommen, weil nicht alle Unternehmen die gleichen Chancen bieten.

Vorerst bleibt DER AKTIONÄR dem DAX aber weiter fern, denn er befindet sich im charttechnischen Niemandsland. Sollte der Markt die Hürde bei 12.500 Punkten nehmen, schaut die Welt schon wieder anders aus. Mehr dazu im DAX-Check in der aktuellen Ausgabe, die Sie hier bequem herunterladen können.