Fed könnte sich bei Inflation geirrt haben

Die Chefin der US-Notenbank Fed Janet Yellen schließt eine langsame Zinserhöhung nicht aus und wundert sich über die aktuellen niedrigen Preissteigerungen.


Die Chefin der US-Zentralbank hat Verwunderung über die anhaltend niedrige Inflation eingestanden und langsamere Zinserhöhungen angedeutet. In der Fed sei man überrascht, dass die Preissteigerungen so lange ungewöhnlich niedrig seien, sagte Janet Yellen am Dienstag. Die Zentralbank müsse den Zeitpunkt ihrer Zinsänderungen daher möglicherweise anpassen.

Bei einer volkswirtschaftlichen Konferenz legte Yellen mehrere Fragen dar, mit denen sich die Fed befasst, während sie nach den Gründen dafür sucht, warum die Inflationsrate anhaltend unter dem Ziel von zwei Prozent liegt. Die Zentralbank erwarte weiterhin, dass die Kräfte, die die Preise niedrig halten, letztlich schwinden werden. Sie werde ihre Annahmen aber möglicherweise anpassen müssen, sagte Yellen.

Die meisten Ökonomen erwarten, dass die Fed im Dezember die Leitzinsen anhebt, da die Wirtschaftslage sich verbessert hat. Es wäre der dritte derartige Schritt in diesem Jahr. Die Zentralbank hat gesagt, dass Zinserhöhungen von der Entwicklung der Daten abhängen werden. Zuletzt betrug die Inflationsrate in den USA 1,4 Prozent.