FDP will "engere Verzahnung von Ökonomie und Ökologie" als Jamaika-Projekt

FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer hat sich als gemeinsames Projekt einer Jamaika-Koalition für eine "engere Verzahnung von Ökonomie und Ökologie" ausgesprochen

FDP-Präsidiumsmitglied Michael Theurer hat sich als gemeinsames Projekt einer Jamaika-Koalition für eine "engere Verzahnung von Ökonomie und Ökologie" ausgesprochen. "Denn nur ein starker Wirtschaftsstandort kann sich auch guten Klima- und Umweltschutz und einen starken Sozialstaat leisten", sagte Theurer am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Diese drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte - könnten das Strickmuster für Jamaika werden."

Deshalb müsse eine starke Wirtschaft als Basis für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Umweltschutz gesichert und eine Deindustrialisierung verhindert werden, fügte Theuer hinzu. In den Sondierungsgesprächen zwischen Union, FDP und Grünen hakt es unter anderem bei den Themen Energie und Verkehr.

Die FDP lehnt besonders die Forderung der Grünen nach der Abschaltung von Kohlekraftwerken ab, wenn dafür Kohlestrom aus Polen oder Atomenergie aus Frankreich eingekauft werden müsse. Auf Widerstand stoßen die Grünen zudem mit ihrer Forderung nach einem Aus für Verbrennungsmotoren.

"Deutschland braucht ein nachhaltiges und innovatives Mobilitätskonzept, damit wir mobil bleiben und die Automobiltechnik der Zukunft bei uns entsteht", sagte Theurer. "Das ist Konsens und eine Chance für Jamaika." Aber die unterschiedlichen Positionen der Parteien müssten zu einem "Strickmuster" zusammengeführt werden. "Denn nur so wird für alle deutlich und erkennbar, was wir gemeinsam erreichen wollen und wofür Jamaika stehen soll."