FDP-Wahlplakate: Christian Lindners One-Man-Show

Wie schon bei der NRW-Wahl wirbt Lindners Gesicht auch im Bund für die FDP.

Wenn FDP-Chef Christian Lindner in den vergangenen Monaten vorgehalten wurde, seine Partei sei lediglich eine One-Man-Show, dann wies er das empört zurück. Am Montag stellte die FDP ihre Kampagne für die Bundestagswahl vor, und es dürfte nicht schwer zu erraten sein, wessen Konterfei auf den Plakaten zu sehen ist: Lindner. Lindner mit Fünf-Tage-Bart, offenes weißes Hemd, mal mit und mal ohne Sakko. Darauf angesprochen, reagierte der 38-Jährige gereizt. Ein wenig schlechte Laune sei ihm allerdings zugestanden. Denn am Montag erschien ein Buch seines politischen „Ziehvaters“ Gerhard Papke. Der frühere FDP-Fraktionschef beschreibt Lindner darin als selbstverliebten Opportunisten.

Es ist bei der Vorstellung der Kampagne in einem Museum am Brandenburger Tor in Berlin gleich der erste Fragesteller, der nach der zentralen Rolle Lindners fragt. Doch Lindner antwortet nicht, sondern tut etwas, was nicht sonderlich souverän wirkt. „Gegenfrage. Wie halten es CDU und SPD“, erkundigt er sich bei dem Journalisten, der sich allerdings nicht irritieren lässt: „Die Frage war an sie gerichtet.“ Wortreich begründet Lindner, dass auch CDU und SPD bundesweit ihre Spitzenkandidaten nach vorn stellen würden. „Wir halten es genauso“ – eine fantasielose Antwort für einen, der sich von beiden genannten Parteien absetzen will.

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