FDP-Außenexperte: "Wir müssen unser Verhältnis zu Russland neu austarieren"

Jürgen Klöckner
Blumen für die Kanzlerin.

Es gab Blumen für die Kanzlerin.

Am Freitag hat Russlands Präsident Wladimir Putin der angereisten Angela Merkel in Sotschi einen üppigen Rosenstrauß überreicht.

Blümchen hin oder her: Es dürften keine einfachen Gespräche für die deutsche Regierungschefin gewesen sein. Die Liste der Konflikte im deutsch-russischen Verhältnis ist lang: der Syrien-Krieg, die Annexion der Krim-Halbinsel, das Nervengift-Attentat auf den ehemalige Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien.

Dennoch werden in Deutschland die Stimmen lauter, die einen stärkeren Dialog mit Moskau fordern. Dazu gehören auch Politiker der FDP – wie der außenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Liberalen, Bijan Djir-Sarai.

► Djir-Sarai fordert im Gespräch mit der HuffPost: “Deutschland muss sein Verhältnis zu Russland neu austarieren.” Dafür brauche es einen “kritischen Dialog”.

“Trump hat ein Machtvakuum hinterlassen”

Zwar macht sich der FDP-Politiker keine Illusionen: “Die Liste der Differenzen ist lang, Putin ist kein verlässlicher Partner.”

Aber Russland werde für Deutschland immer wichtiger, betont Djir-Sarai. “Trump hat ein diplomatisches Machtvakuum hinterlassen, das die Russen füllen.”

Djir-Sarai bei einer Pressekonferenz im April in Berlin.

Wenn Deutschland langfristig die Sicherheit in Europa garantieren will, gehe das nur mit einem verlässlichen Partner im Osten. “Dazu kann Russland wieder werden, wenn es zu einer regelbasierten Politik zurückkehrt. So illusorisch das aktuell scheint”, sagt Djir-Sarai.

Das ganze Interview lest ihr hier:

HuffPost: Herr Djir-Sarai, Merkel war am Freitag in Sotschi bei Putin. Wem hat sie die Hand geschüttelt – einem lupenreinen Demokraten, einem Despoten, einem autokratischen Herrscher?

Djir-Sarai: Sicher nicht einem lupenreinem Demokraten. Das...

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