FCK: Insider fürchtet Horrorszenario 4. Liga

Reinhard Franke

Der Blick auf die Tabelle der Zweiten Liga bereitet Jörgen Pettersson Sorgen. 

"Es macht keinen Spaß, dies zu lesen. Der FCK gehört eigentlich in die Bundesliga", sagt der 42 Jahre alte frühere Stürmer der Roten Teufel zu SPORT1

Von 1999 bis 2002 absolvierte der Schwede für die Pfälzer 67 Erstligaspiele und traf dabei 15 Mal. "Ein Tabellenstand lügt nie, der FCK ist momentan einfach nicht gut genug. Es wäre eine Katastrophe für die ganze Region, wenn der Verein in die dritte oder vierte Liga absteigen müsste."

Weil angesichts der finanziellen Situation fraglich ist, ob die Lauterer eine Lizenz für die 3. Liga bekommen würden, spricht Pettersson auch von der Regionalliga.

Am Montag kommt es zum Kellerduell zwischen dem Tabellen-16. Dynamo Dresden und dem Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER). Nach 13 Spielen beträgt der Abstand der Lauterer auf Platz 15 schon acht Punkte. Die Lage ist bedrohlich. 

Gemeinsame Zeit mit Strasser

Pettersson kennt FCK-Coach Jeff Strasser aus der gemeinsamen Zeit am Betzenberg. Beide wechselten 1999 in die Pfalz.

"Wir waren Nachbarn. Jeff ist ein Gemütsmensch mit hohen Wertvorstellungen. Als Fußballer war er ein charakterstarker Spieler und hat für sein Team immer alles gegeben. Ich hoffe, er kann das auf die Spieler übertragen. Es wird nötig sein."

Nach SPORT1-Informationen ging es zuletzt in der Chefetage des FCK drunter und drüber. Inmitten der sportlich prekären Situation wird am 3. Dezember ein neuer Aufsichtsrat gewählt. 

"Der Klub braucht eine gute Führung für einen gemeinsamen Weg nach vorne. Alle müssen zusammen an einem Ziel arbeiten", meint Pettersson, der in Schweden in der Band "Soulweeper" Gitarre spielt, in der ersten und zweiten Liga als Trainer tätig war und bereit ist, ein Team in Deutschland zu übernehmen. Es gehe darum, "den Spielern Mut zu geben".

Spieler müssen "alles für den FCK opfern"

Erfolge seien "wichtiger als die Qualität des Spiels". Das Team habe "Vorrang vor jedem einzelnen Spieler, egal in welcher Situation".

Pettersson nennt als Hauptgrund für die schlimme Lage die verfehlte Personalpolitik. "Dass die Truppe verstärkt werden muss, ist offensichtlich. Wenn die finanziellen Mittel gewonnen werden können, wird das in kurzer Zeit sogar möglich sein."

Es brauche neue Spieler, "die bereit sind, alles für den FCK zu opfern und den richtigen Charakter mitbringen. Wenn das möglich ist, dann kann der Klassenerhalt gelingen." 

Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch bei Pettersson. "Ich hoffe der FCK schafft es. Aber jedes Spiel ist ein Endspiel. Wenn die Jungs nicht jede Partie als solches sehen, wird es sehr schwer."