FCA-Präsident Klaus Hofmann über RB Leipzig: "Dürfen keine Lizenz bekommen"

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Augsburg hat Klaus Hofmann scharf gegen RB Leipzig geschossen. Der Boss des FCA hat auch die DFL im Visier.

Auf der Jahreshauptversammlung hat der Präsident des FC Augsburg, Klaus Hofmann, RB Leipzig und die DFL scharf kritisiert. Über den Ostklub sagte er: "Leipzig darf keine Lizenz bekommen. Sie erfüllen die faktischen Voraussetzungen eines Vereins nicht. Juristisch mag das erlaubt sein, aber Leipzig hat nur 17 Mitglieder, da darf kein weiteres Mitglied rein." Er wolle nun selber versuchen, beim Vizemeister Mitglied zu werden, so der 50-Jährige weiter.

Der Unternehmer, seit Dezember 2014 Vorstandsvorsitzender bei den Fuggerstädtern, hat schon früher Bedenken gegen das Konstrukt in Leipzig geäußert und sich auch schon häufiger mit RB-Boss Oliver Mintzlaff angelegt. Auf einer Podiumsdiskussion gab er zu Protokoll: "Seit viereinhalb Jahren freue ich mich über jede Leipziger Niederlage und trinke darauf ein Bier." Die Abneigung gegen das von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz unterstützte Projekt und dessen Führungsriege trägt er offen zur Schau: "Jetzt wird Herr Mintzlaff wieder seine Kommunikationsabteilung auf mich hetzen – aber ich mag ihn auch nicht."

Auch für die DFL hat Hofmann keine warmen Worte übrig. Ihm geht es dabei vor allem um die Zweckentfremdung von Darlehen. Konkret nennt er die Vereine Hannover 96 und 1. FC Kaiserslautern, die sich dessen schuldig gemacht hätten. "Das hätte zu einem Lizenzentzug führen müssen. Daher sagen wir: Transparenz schadet nicht. Diejenigen, die das nicht haben wollen, haben etwas zu verbergen", fordert der FCA-Boss.