FC Bayern: Uli Hoeneß tritt gegen Ancelottis Trainerstab nach

Seit zwei Monaten ist Ancelotti beim FC Bayern nicht mehr im Amt. Hoeneß kritisierte nun vor allem den Trainerstab des geschassten Italieners.

Uli Hoeneß hat den Trainerstab des beim FC Bayern München Ende September entlassenen Carlo Ancelotti scharf attackiert. Der italienische Starcoach selbst sei nicht das Problem gewesen, sondern vielmehr sein Trainerteam, mit dem es ständig Streitereien gegeben habe. 

"Mit den Assistenten von Ancelotti hat es hinten und vorne nicht gepasst. Mit Carlo selber ja gar nicht, da war alles okay", sagte der Präsident am Freitag auf der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters. "Aber da war ja jeden Tag irgendeine Streiterei zwischen den Physios, den Medizinern und den Trainern von Ancelotti."

"Ein ganz anderer Geist" unter Jupp Heynckes

"In so einem Umfeld kannst du nicht vernünftig arbeiten. Wenn zum Beispiel nur darüber gestritten wurde, wer wo auf der Bank sitzt", so Hoeneß weiter. "Das waren wichtigere Dinge als das Spiel selbst. Das sind alles Sachen, die für eine Fußballmannschaft auf Dauer nicht gut sind."

Konkret gemeint sind Fitness-Trainer Giovanni Mauri, dessen Sohn Francesco, Ancelotti-Sohn Davide und Ernährungsberater Mino Fulco, Schwiegersohn von Ancelotti. Das Quartett sei der Hauptgrund für die schlechte Stimmung innerhalb der Mannschaft gewesen, die Ancelotti letztlich den Job kostete.

Unter Jupp Heynckes sei nun alles anders. "Alle Mitarbeiter, alle Angestellten, alle Physios, Masseure - die schweben nur noch. Es ist ein ganz anderer Geist da", so Hoeneß. Weitermachen will Heynckes aber dennoch nicht. Nachdem Hoeneß am Freitag konstatiert hatte, ein Verbleib des 72-Jährigen über diese Saison sei möglich, dementierte der Trainer selbst am Sonntag nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach entschieden