FC Bayern München: Italienische Pressestimmen zur Ancelotti-Entlassung

Auf einem Charity-Event in Jerusalem äußerte sich Carlo Ancelotti nach seiner Entlassung beim FC Bayern nun zu seinen Zukunftsplänen.

Nach nur sechs Bundesliga-Spieltagen in der Saison 2017/18 ist Schluss für Carlo Ancelotti beim FC Bayern München . Auch in seiner Heimat Italien ist die Entlassung des Rekord-Trainers Thema - und bestimmt die Medien. Die Pressestimmen:

Corriere della Sera: "Ancelottis Fehler im Sommer war es, Bayerns Kader zu überschätzen, eine Mannschaft mit zu vielen müden 30-Jährigen, die einst Spitzenspieler waren, aber jetzt nicht mehr den Unterschied machen. Der Fall Thomas Müller und Manuel Neuers Verletzung haben Bayern besonders stark zugesetzt. Damit ist Ancelottis Abenteuer in München viel früher als erwartet zu Ende gegangen."

Corriere dello Sport: "Eine Verschwörung bei Bayern, Ancelotti verraten und verjagt! Der Trainer wird Opfer einer gespaltenen Mannschaft."

Gazzetta dello Sport: "Ancelotti-FC Bayern: Eine Schock-Scheidung. Wo ist die deutsche Ernsthaftigkeit geblieben? Der Klub, der Ancelotti nach nur sechs Spieltagen rauswirft, ist ein Verein, der Planung und Ernsthaftigkeit zu seinem Stil gemacht hatte. Die Tatsache, dass Ancelotti Ende September rausgeworfen wird, wahrscheinlich wegen des Unmuts einiger Spieler, ist ein schlechtes Signal für den europäischen Fußball."

La Repubblica: "Endstation für Ancelotti in München. Eine Spielerrevolte wie jene in München ist in Ancelottis Karriere einzigartig. In München haben Carlos Methoden offenkundig nicht funktioniert. Ob Chelsea, Real Madrid, oder München: Ancelottis Beziehungen zu ausländischen Klubs enden immer auf traumatische Weise, nie am Ende des Vertrags."

Tuttosport: "Ancelotti rausgeschmissen! Prominente Spieler der Mannschaft haben Ancelottis Rauswurf mitbestimmt. Die Diskussionen um Müllers Leistungen haben das Klima vergiftet. Hinzugekommen sind die schwankenden Leistungen, viel Kritik und die Spannungen unter den Spielern."