FC Bayern und Katar: Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen

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FC Bayern und Katar: Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen
FC Bayern und Katar: Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen

Das Amtsgericht München hat einen Antrag kritischer Fans des FC Bayern auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen. Dies bestätigte Initiator Michael Ott am Freitag bei Twitter. Die Begründung des Gerichts richte "sich nicht gegen den Katar-Antrag an sich", erklärte er, "es stützt sich nur darauf, dass keine ausreichende Dringlichkeit bestehe."

Dennoch dürfte die Angelegenheit für den FC Bayern kaum ausgestanden sein. "Es geht in die nächste Runde", kündigte Ott an. Er und seine Mitstreiter wollen den deutschen Fußball-Rekordmeister dazu bringen, das umstrittene Sponsoring mit dem Emirat Katar schnellstmöglich zu beenden.

Das Gericht habe laut Ott angeregt, bei der Jahreshauptversammlung am 25. November "doch einfach einen Spontanantrag" zu stellen. Dieser brauche aber eine 75-prozentige Mehrheit der Mitglieder, um zugelassen zu werden. "Das reduziert die Erfolgschancen extremst. Der FCB hätte dann einen Freifahrschein, zukünftig alle unbequemen Anträge massiv zu behindern oder zu blockieren", erklärte der Initiator.

Für Ott ist ein weiterer Vorschlag des Gerichts, nämlich den Antrag im kommenden Jahr nochmals zu stellen, ebenfalls keine Option: "Dann hat der FCB den Sponsoringvertrag höchstwahrscheinlich schon verlängert." Das Gericht verwehre "mit seinem Beschluss die im Grundgesetz verankerte Garantie effektiven Rechtsschutzes", kritisierte Ott: "Eine Beschwerde ist daher die zwangsläufige Konsequenz."

Die Initiative hatte im Vorfeld zu Spenden aufgerufen, um den Gang vors Gericht zu finanzieren. Am Donnerstagmittag war die Marke der erhofften 3000 Euro übertroffen worden.

Mit der Initiative, die zahlreiche bekannte Gesichter aus der Münchner Fan-Szene unterstützen, wollen die Anhänger "präventive Maßnahmen ergreifen, um einen neuen Abschluss zu verhindern", wie Ott sagte. Katar stehe für massive Menschenrechtsverletzungen, zudem gebe es schwere Vorwürfe von Korruption im Sport, hieß es in einer Mitteilung.

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