FC Bayern: Heynckes angeblich Wunschlösung für die neue Saison

Geiger
90Min

​Der FC Bayern München sorgte Ende September mit der Entlassung von Cheftrainer Carlo Ancelotti für einen Paukenschlag. Zur Überraschung aller zauberten die Verantwortlichen Jupp Heynckes als Nachfolger aus dem Hut. Völlig offen ist, wer den 72-Jährigen im kommenden Sommer beerben wird. Fans, Spieler und insbesondere Präsident Uli Hoeneß hoffen, dass sich Heynckes noch umstimmen lässt und dem deutschen Rekordmeister ein weiteres Jahr erhalten bleibt. 


Foto: Getty Images

"Ich wäre zu keinem anderen Verein der Welt zurückgekehrt, aber der FC Bayern München ist eine Herzensangelegenheit für mich", begründete der 72-Jährige seine Rückkehr aus dem Ruhestand, in den er sich im Sommer 2013 mit dem Triple-Gewinn verabschiedet hatte. Die Verpflichtung des Weltmeisters von 1974 erwies sich als echter Glücksgriff. Heynckes brachte die Bayern wieder in die Erfolgsspur. 15 von insgesamt 16 Pflichtspielen unter der Regie des Altmeisters entschieden die Münchner für sich. Nicht nur aufgrund der jüngsten Erfolge wünscht sich wohl jeder, der es mit dem FC Bayern hält, dass Heynckes auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank sitzt.

Der FCB-Coach betonte während der Hinrunde jedoch immer wieder, dass er dem deutschen Rekordmeister nur bis Sommer 2018 zur Verfügung stehen wird und danach Schluss sei. Präsident Hoeneß scheint jedoch nichts unversucht zu lassen, um seinen guten Freund zu einem Verbleib bis 2019 zu bewegen. Fraglich ist, welches Ziel der 66-Jährige damit verfolgt. Mangelt es dem FC Bayern derzeit an ​einer echten Alternative und will man damit ein weiteres Jahr Zeit gewinnen? Oder vertritt die Klubführung die Meinung, dass man mit Heynckes die besten Chancen auf Erfolg hat.

FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH

Matthias Sammer, Jupp Heynckes und Uli Hoeneß (v. l. n. r.) bei der Meisterfeier 2013 - Foto: Getty Images


Wie der kicker berichtet, ist der 72-Jährige aktuell der einzige Kandidat und zugleich Wunschlösung für die kommende Saison. Ex-Sportvorstand Matthias Sammer will einen längeren Verbleib von Heynckes nicht kategorisch ausschließen. "Es ist schwer zu sagen, weil ich Jupp als konsequenten Menschen kennen gelernt habe, der gewisse Parameter hat, die für ihn bindend sind", erklärte der 50-Jährige bei Eurosport

"Mein Gefühl ist aber, dass Uli den Jupp exzellent kennt. Wenn er weiter - salopp gesagt - wie bisher reingrätscht, ist die Hoffnung gegeben, dass die Aussage von Jupp keine Absolution für den Sommer darstellt", gab Sammer zu Protokoll. "Aktuell ist dies zwar so, aber wir kennen doch alle den Uli: Aussichtsloses würde er nicht mehr befeuern."